Bild folgtKI-generierte IllustrationCephalaria gigantea
Auch bekannt als: Cephalaria gigantea
11
Arten
interagieren
14
Interaktionen
dokumentiert
Schon von weitem fällt der Riesen-Schuppenkopf (Cephalaria gigantea) durch seine schwefelgelben, kugeligen Blütenköpfe und den aufrechten Wuchs auf. Diese beeindruckende Staude ist ein Magnet für bedrohte Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) oder den Roten Scheckenfalter (Melitaea didyma). Obwohl sie als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) gilt, bereichert sie unsere Gärten durch ihre hohe ökologische Anziehungskraft. Mit ihr schaffst du eine vertikale Struktur, die Insekten aus der ganzen Nachbarschaft anlockt. Gönn deinem Garten diesen majestätischen Blickfang.
Schwefelgelber Riese: Ein Juli-Magnet für seltene Scheckenfalter.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Die Pflanze ist im Hochsommer eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Bestäuber. Besonders Scheckenfalter wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Silbrig-graue Scheckenfalter (Euphydryas intermedia) profitieren intensiv von dem Nektarangebot im Juli. Auch Wildbienen wie die Rosen-Blattschneiderbiene nutzen die Blüten als Nahrungsquelle. Unter den Hummeln sind die Ackerhummel und die Baumhummel regelmäßige Gäste, ebenso wie die parasitisch lebende Westliche Kuckuckshummel. Die relativ schweren Samen (17.09 mg) dienen im Winter als Futterquelle für Vögel, sofern die Stängel stehen gelassen werden.
Der Riesen-Schuppenkopf wird als nicht kindersicher eingestuft. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten wende dich bitte an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit die Pflanze kräftig blüht.
Boden: Der Boden sollte kalkhaltig bis basisch (Reaktionszahl 8) und mäßig nährstoffreich sein.
Feuchtigkeit: Halte den Boden frisch (mäßig feucht), Staunässe sollte jedoch vermieden werden.
Pflanzzeit: Setze die Staude im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei offenem Boden.
Wuchshöhe: Plane im Beet genau 1.0 m Platz in der Höhe ein.
Pflege: Die Pflanze ist nicht verholzt; schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, um die Samenstruktur zu erhalten.
Vermehrung: Die schweren Samen fallen meist nah an die Mutterpflanze (Kurzdistanz-Ausbreitung) oder werden durch Tiere verteilt.
Pflanzpartner: Eine gute Partnerin ist der Wiesensalbei (Salvia pratensis) – er liebt ebenfalls sonnige, kalkreiche Standorte.
Der Riesen-Schuppenkopf gehört zur Familie der Geißblattgewächse (Caprifoliaceae) und zur Ordnung der Kardenartigen. Er stammt ursprünglich aus dem Kaukasus und ist in Mitteleuropa als Neophyt (eingebürgerte Art) bekannt. Man findet ihn an sonnigen Standorten auf kalkhaltigen Böden. Charakteristisch sind die namensgebenden, schuppenartig übereinanderliegenden Hüllblätter unter dem Blütenkopf. Die Pflanze wächst krautig und bildet im Boden eine Lebensgemeinschaft mit nützlichen Pilzen, der sogenannten AM-Mykorrhiza (Arbuskuläre Mykorrhiza), die die Nährstoffaufnahme unterstützt.
2 Videos zu Riesen-Schuppenkopf


11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →