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Familie: Chrysomelidae
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Wenn du im Garten auf eine etwa sechs bis acht Millimeter kleine, metallisch glänzende Erscheinung triffst, könnte es sich um den Johanniskraut-Blattkäfer handeln. Er gehört zur Familie der Chrysomelidae, den Blattkäfern, und zeichnet sich durch einen schimmernden Panzer aus, der meist in Bronze- oder Kupfertönen leuchtet. Dieser Käfer ist ein Spezialist: Sowohl die Larven als auch die ausgewachsenen Tiere, die sogenannten Imagines (die geschlechtsreifen Endstadien eines Insekts), leben fast ausschließlich auf verschiedenen Arten des Johanniskrauts. Wenn du ihn entdeckst, sitzt er meist ruhig auf den Blättern oder Blüten der Pflanze, von der er sich ernährt.
Die Entwicklung des Käfers ist eng an den Lebenszyklus des Johanniskrauts gebunden. Die Imagines überwintern meist in der Nähe ihrer Futterpflanzen, oft in der Streuschicht oder unter abgestorbenen Pflanzenteilen. Im Frühjahr beginnen sie mit der Nahrungsaufnahme und Fortpflanzung. Die Weibchen legen ihre Eier an den Johanniskrautpflanzen ab, aus denen die Larven schlüpfen. Nach ihrer Entwicklung zur Puppe und schließlich zum adulten Käfer kannst du die Tiere bis in den Spätsommer hinein bei der Futteraufnahme beobachten, bevor sie sich zur Überwinterung zurückziehen.
Da es sich um eine heimische, spezialisierte Art handelt, sind keinerlei Bekämpfungsmaßnahmen erforderlich. Diese Käfer schaden deinen Gartenpflanzen nicht und tragen zum ökologischen Gleichgewicht bei. Bitte verzichte vollständig auf den Einsatz von Insektiziden oder anderen chemischen Mitteln, da diese die empfindliche Insektenfauna in deinem Garten schädigen könnten. Beobachte sie stattdessen einfach als interessante Zeugen der biologischen Vielfalt.
Der Johanniskraut-Blattkäfer (Chrysolina brunsvicensis) ist ein heimischer Käfer. Wie alle Vertreter der Familie Chrysomelidae zeichnen sich diese Tiere durch eine kompakte, ovale Körperform aus. Ein wesentliches biologisches Merkmal ist ihre hohe Wirtspflanzenspezifität: Sie sind in ihrem gesamten Entwicklungszyklus, also von der Eiablage bis zur Verpuppung, auf die Gattung Hypericum angewiesen. Sie sind keine Schädlinge im klassischen Sinne, sondern natürliche Mitbewohner, die als Teil der lokalen Nahrungskette fungieren.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.