Bild folgtKI-generierte IllustrationCircaea lutetiana
Auch bekannt als: Circaea lutetiana subsp. lutetiana
14
Arten
interagieren
26
Interaktionen
dokumentiert
3
Wirtsbeziehungen
Arten
An den winzigen, weißen Blüten mit nur zwei tief gespaltenen Kronblättern lässt sich das Große Hexenkraut (Circaea lutetiana) sofort erkennen. In schattigen Gartenbereichen, wo viele andere Arten Schwierigkeiten haben, ist diese heimische Wildpflanze ein wertvoller ökologischer Baustein. Besonders Nachtfalter wie der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) profitieren von ihrem Nektarangebot in der Dämmerung. Wer die Pflanze im Garten hat, fördert zudem spezialisierte Wildbienen wie die Rotfuß-Schmalbiene (Lasioglossum fulvicorne). Wenn du eine unkomplizierte Lösung für kühle, humose Ecken unter Gehölzen suchst, machst du mit dieser Art alles richtig.
Schattenkünstler und Nachtfalter-Magnet für kühle Gartenbereiche.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Große Hexenkraut eine wichtige Anlaufstelle für die Rotfuß-Schmalbiene (Lasioglossum fulvicorne) und die Westliche Kuckuckshummel (Bombus campestris). Da die Blüten bis in die Abendstunden attraktiv bleiben, werden sie regelmäßig vom Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) besucht. Die Pflanze dient zudem als Raupenfutter für den Braunleibigen Springkrautspanner (Xanthorhoe biriviata) und die Achteule (Moma alpium). Die Ausbreitungsstrategie über Klettfrüchte sorgt dafür, dass die Samen über weite Strecken transportiert werden. Im Winter bieten die verblühten Stängel Schutz für bodennah überwinternde Insekten.
In der Datenbank wird das Große Hexenkraut als nicht kindersicher eingestuft. Obwohl es keine bekannte Giftpflanze von hoher Gefährlichkeit ist, sollte beim Gärtnern mit Kindern Vorsicht walten. Im Falle eines versehentlichen Verzehrs oder bei Unsicherheiten kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
3
Pollenwert
3
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.335 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Schatten (Lichtwert 4), idealerweise unter dem Blätterdach von heimischen Bäumen.
Der Boden sollte nährstoffreich und fett sein (Starkzehrer), eine Gabe von reifem Kompost im Frühjahr ist ideal.
Achte auf eine mäßig feuchte (frische) Bodenbeschaffenheit; längere Trockenperioden solltest du durch Gießen überbrücken.
Ein kalkhaltiger oder basischer Boden (Reaktionswert 7) fördert die Vitalität der Pflanze.
Pflanzzeit: Setze das Hexenkraut im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in den Boden.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 30 Zentimetern ein, damit sich die Ausläufer gut entwickeln können.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch die Selbstaussaat der leichten Samen oder durch Teilung im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Echte Nelkenwurz (Geum urbanum) – sie teilt die Vorliebe für nährstoffreiche, schattige Plätze und ergänzt das Hexenkraut ökologisch hervorragend.
Das Große Hexenkraut gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist im gesamten deutschsprachigen Raum heimisch. In der Natur besiedelt es vorzugsweise feuchte, nährstoffreiche Laubmischwälder auf kalkhaltigem Untergrund. Botanisch auffällig sind die Früchte, die mit winzigen Widerhaken besetzt sind – sogenannte Klettfrüchte (Diasporen zur Fernausbreitung), die sich im Vorbeigehen an Tierfell oder Kleidung haften. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie im Boden Ausläufer, durch die sie im Schatten stabile Bestände bilden kann.
11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Baden-Böhm F, App M, Thiele J (2022) — The FloRes Database: A floral resources trait database for pollinator habitat-assessment generated by a multistep workflow. Johann Heinrich von Thünen-Institut, Dryad, DOI: 10.5061/dryad.djh9w0w29 (CC0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →