Bild folgtKI-generierte IllustrationCirsium rivulare
Auch bekannt als: Carduus rivularis
18
Arten
interagieren
22
Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Bach-Kratzdistel sofort an ihren tief purpurroten Blütenkörbchen, die oft gehäuft an der Spitze der aufrechten Stängel stehen, und ihren weich behaarten Blättern. Sie ist eine unverzichtbare Futterquelle für spezialisierte Flieger wie die seltene Waldhummel (Bombus sylvarum) oder das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum). Da die Art auf der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen echten Beitrag zum regionalen Artenschutz. Mit ihrer langen Blütezeit von Mai bis September überbrückt sie die nahrungsarme Zeit im Hochsommer. Wenn du eine Stelle mit normalem, mäßig feuchtem Boden im Garten hast, kannst du diese wertvolle Wildstaude problemlos bei dir beherbergen.
Gefährdete Schönheit: Eine purpurrote Nektartankstelle von Mai bis September.
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Diese Distelart ist ein Magnet für eine Vielzahl von Bestäubern. Besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum) und verschiedene Kuckuckshummeln sind auf den Nektar angewiesen. Auch Falter wie der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und das Taubenschwänzchen (Macroglossum stellatarum) nutzen die Pflanze als Energiequelle. Der Käfer Linien-Halsbock (Agapanthia villosoviridescens) findet hier ebenfalls einen Lebensraum. Da die Bach-Kratzdistel in der Roten Liste mit der Stufe 3 (gefährdet) geführt wird, ist sie im Naturgarten ein wichtiges Element zum Erhalt der biologischen Vielfalt.
Die Bach-Kratzdistel wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt an der disteltypischen Beschaffenheit der Stängel und Blätter, die bei Kontakt leichte Hautreizungen oder kleine Kratzer verursachen können. Die Pflanze ist jedoch ungiftig und es besteht keine Verwechslungsgefahr mit giftigen Arten.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.46 m
Wähle einen Standort in der vollen Sonne aus.
Die Bodenfeuchte sollte frisch (mäßig feucht) sein; die Pflanze verträgt keine längeren Trockenperioden.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normalem Gartenboden bestens zurecht.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, sofern der Boden frostfrei ist.
Eine Vermehrung ist durch Aussaat oder Teilung der Staude möglich.
Lass die verblühten Stängel über den Winter stehen, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Ein Rückschnitt erfolgt erst im zeitigen Frühjahr vor dem Neuaustrieb.
Gute Partnerin: Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis). Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Ansprüche an die Bodenfeuchte stellen und gemeinsam in natürlichen Feuchtwiesengesellschaften vorkommen.
Die Bach-Kratzdistel (Cirsium rivulare) gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie ist in Mitteleuropa indigen (ursprünglich einheimisch) und besiedelt natürlicherweise Feuchtwiesen sowie Bachufer. Die Pflanze wächst als ausdauernde Staude und erreicht eine beachtliche Höhe, wobei ihre Blätter im Gegensatz zu anderen Disteln nur weich behaart und kaum stechend sind. Morphologisch kennzeichnend sind die körbchenförmigen Blütenstände, die oft zu zweit oder dritt am Ende eines fast blattlosen Stängelabschnitts sitzen.
16 Arten interagieren mit dieser Pflanze
2 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →