Bild folgtKI-generierte IllustrationClaytonia perfoliata
Auch bekannt als: Gewöhnliches Tellerkraut
9
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
Auffaellig sind beim Tellerkraut vor allem die kreisrunden Blätter, die den Stängel wie eine kleine Schüssel umschließen. Als Biologe schätze ich diesen Bodendecker sehr, da er bereits im April eine verlässliche Nahrungsquelle für spezialisierte Insekten wie die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria) darstellt. Auch Vögel wie das Rebhuhn (Perdix perdix) profitieren von der Pflanze. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,15 m schließt sie im Frühjahr wunderbar die Lücken im Halbschatten deiner Beete. Wenn du einen lebendigen Garten fördern willst, der schon früh im Jahr aktiv ist, liegst du mit dieser Wahl genau richtig.
Ein 0,15 m kleiner Frühlingsheld für die Aschgraue Sandbiene und Rebhühner.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Das Tellerkraut ist trotz seiner Herkunft ein Gewinn für die lokale Fauna. Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist es eine wichtige Pollenquelle für die Aschgraue Sandbiene (Andrena cineraria). In den dichten Beständen findet auch die Veränderliche Krabbenspinne (Misumena vatia) einen idealen Platz für die Jagd. Für die Vogelwelt ist die Pflanze ebenfalls von Bedeutung: Der Hausgimpel (Carpodacus erythrinus) und das Rebhuhn (Perdix perdix) nutzen das Kraut als Nahrung. Durch das geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von 0,8718 mg verbreitet sich die Art leicht über den Wind oder weite Strecken und bietet so an vielen Stellen im Garten einen schnellen Deckungsgrad. Sogar der Damhirsch (Dama dama) nutzt das Kraut als Äsung (pflanzliche Nahrung).
Bitte beachte, dass das Tellerkraut laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn es in manchen Kontexten als Salatpflanze bekannt ist, sollten Kinder im Garten zur Sicherheit nicht davon essen, um Verwechslungen mit giftigen Wildpflanzen im gleichen Lebensraum zu vermeiden.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Apr – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.146 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), da die Pflanze keine pralle Mittagssonne mag.
Der Boden sollte sehr nährstoffreich sein (Starkzehrer, Ellenberg 7); eine Gabe Kompost vor der Pflanzung ist ideal.
Achte auf einen frischen, also mäßig feuchten Boden (Ellenberg Feuchte 5), der nie ganz austrocknet.
Das Tellerkraut bevorzugt kalkhaltige oder basische Bodenverhältnisse (Ellenberg Reaktion 7).
Pflanzzeit ist im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte bei der Pflanzung die Wuchshöhe von 0,15 m im Blick – es ist ein klassischer Vordergrund-Bewohner.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Selbstaussaat über die sehr leichten Samen (0,8718 mg).
Gute Partnerin: Die Wald-Erdbeere (Fragaria vesca) – sie teilt die Standortansprüche und bildet gemeinsam mit dem Tellerkraut einen ökologisch wertvollen Bodenteppich.
Das Tellerkraut (Claytonia perfoliata) gehört zur Familie der Quellkrautgewächse (Montiaceae). Es stammt ursprünglich aus Nordamerika, gilt in Deutschland, Österreich und der Schweiz jedoch als etablierter Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart). Sein natürlicher Lebensraum umfasst meist nährstoffreiche, frische Standorte im Halbschatten. Eine botanische Besonderheit sind die paarweise verwachsenen Blätter unterhalb des Blütenstandes, die dem Stängel ein durchwachsenes Aussehen verleihen und namensgebend für den Artnamen 'perfoliata' sind.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →