Bild folgtKI-generierte IllustrationCnidium dubium
Auch bekannt als: Gewöhnliche Brenndolde, Sumpf-Brenndolde
17
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
An ihren fein geschlitzten Blättern und den zierlichen, weißen Doldenblüten lässt sich die Gewöhnliche Brenndolde (Cnidium dubium) sofort erkennen. Sie ist eine echte Rarität für deinen Garten, die mit einer Wuchshöhe von genau 0.49 m angenehm kompakt bleibt. Besonders wertvoll macht sie ihre späte Blütezeit im August und September, wenn viele andere Pflanzen bereits verblüht sind. In dieser Zeit wird sie zur wichtigen Tankstelle für Insekten wie die Hain-Schwebfliege (Episyrphus balteatus) oder den Schwalbenschwanz (Papilio machaon). Wenn du einen feuchteren Gartenplatz hast, ist diese Pflanze ein wunderbarer Beitrag zum Artenschutz. Du wirst sehen, wie viel Leben sie in den spätsommerlichen Garten bringt.
Späte Blütendolden: Der Rettungsanker für Schwalbenschwanz und Schwebfliegen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gewöhnliche Brenndolde eine lebenswichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Fluginsekten. Besonders Schwebfliegen wie die Zweiband-Wespen-Schwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) und die Späte Großstirnschwebfliege (Eupeodes corollae) fliegen die Blüten intensiv an. Auch Schmetterlinge wie der Schwalbenschwanz (Papilio machaon) und der seltene Alexanor-Schwalbenschwanz (Papilio alexanor) nutzen den Nektar. Da die Pflanze erst spät im Jahr blüht, sichert sie das Überleben dieser Arten vor dem Winter. Die leichten Samen dienen zudem als potenzielle Nahrung für Kleinvögel, die im Winter die stehengebliebenen Dolden absuchen. Mit dieser Art förderst du auch die Breitband-Stirnschwebfliege (Eupeodes latifasciatus) in deinem Garten.
Bitte beachte, dass die Gewöhnliche Brenndolde als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte daher auf einen Standort, der für Kleinkinder schwer zugänglich ist, oder beaufsichtige deine Kinder im Garten. Wie bei vielen Doldenblütlern empfiehlt es sich, beim Rückschnitt Handschuhe zu tragen, um Hautreizungen vorzubeugen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Aug – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.487 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen sonnigen bis halbschattigen Platz, der dauerhaft feucht, aber nicht staunass ist.
Die ideale Pflanzzeit ist das Frühjahr (März bis Mai) oder der Herbst bis zum ersten Frost.
Halte die Wuchshöhe von 0.49 m im Blick und pflanze sie eher in den Vordergrund oder die Mitte des Beetes.
Da sie nicht verholzt, benötigt sie keine aufwendigen Schnittmaßnahmen während der Saison.
Lass die verblühten Dolden im Herbst stehen; die Samen sind mit 1.26 mg sehr leicht und verbreiten sich durch den Wind.
Eine Düngung ist meist nicht nötig, wenn der Boden ausreichend humos (reich an zersetzter organischer Substanz) ist.
Gute Partnerin: Der Große Wiesenknopf (Sanguisorba officinalis) – beide lieben feuchte Böden und ergänzen sich optisch hervorragend.
Die Gewöhnliche Brenndolde (Cnidium dubium) gehört zur Familie der Doldenblütler (Apiaceae) und ist in Deutschland heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind wechselfeuchte Wiesen und Flussauen, was sie zu einer idealen Pflanze für Standorte macht, die nicht austrocknen. Als krautige Pflanze (nicht verholzende Pflanze) zieht sie sich im Winter komplett in den Boden zurück. Eine Besonderheit ist ihre Verbindung mit AM (Arbuskuläre Mykorrhiza), einer Symbiose mit Bodenpilzen, die der Pflanze hilft, Nährstoffe effizienter aufzunehmen. Mit einer Blattfläche von rund 2188 mm² besitzt sie für einen Doldenblütler recht markante, breitblättrige Laubblätter.
2 Videos zu Gewöhnliche Brenndolde


17 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →