Bild folgtKI-generierte IllustrationConvolvulus arvensis
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Arten
Du erkennst die Acker-Winde an ihren trichterförmigen, weiß bis zartrosa gestreiften Blüten und den pfeilförmigen Blättern, die sich flach über den Boden ausbreiten oder an Halmen emporwinden. Als Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor der Entdeckung Amerikas bei uns heimisch war) ist sie fest in unserem Ökosystem verwurzelt. Sie dient als wichtige Futterquelle für Raupen wie die des Mondflecks (Phalera bucephala) und lockt spezialisierte Insekten wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) an. Auch wenn sie im Garten manchmal etwas zu tatkräftig wächst, ist sie ein unverzichtbarer Teil der Artenvielfalt. Lass ihr ein sonniges Eckchen, sie wird es dir mit täglicher Blütenpracht danken.
Trichterblüten-Buffet für die Atlantische Sandbiene von Mai bis August.
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Die Acker-Winde ist eine wertvolle Nektarquelle für spezialisierte Wildbienen wie die Atlantische Sandbiene (Andrena nigroaenea) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus). Auch der Sechsbindige Bienenwolf (Cerceris septemfasciata) besucht die Blüten regelmäßig auf der Suche nach Nahrung. Für die Raupen des Mondflecks (Phalera bucephala) und des Spanners Idaea emarginata stellt sie eine lebensnotwendige Futterpflanze dar. Sogar Nachtfalter wie die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa peltigera) nutzen sie als Kinderstube. Wenn du die verblühten Triebe über den Winter stehen lässt, finden Vögel in den Samen eine willkommene Futterquelle.
Die Acker-Winde ist nicht als kindersicher eingestuft. Da sie schwach giftige Inhaltsstoffe enthalten kann, sollten Kinder und Haustiere nicht an den Pflanzenteilen knabbern. Eine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Gartenpflanzen besteht bei Berücksichtigung der charakteristischen Trichterblüten kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Kletterpflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen Standort in voller Sonne, damit sich die Blüten täglich öffnen.
Der Boden sollte „frisch“ sein, was bedeutet, dass er eine mäßige Feuchtigkeit hält und nicht völlig austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler Gartenerde ohne zusätzliche Düngung bestens zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden frostfrei ist.
Sei dir bewusst, dass sie über ein tiefgehendes Wurzelsystem verfügt und sich gerne ausbreitet; ein Platz am Zaun ist ideal.
Eine besondere Pflege ist nicht nötig, da sie sehr robust ist.
Vermehrung erfolgt meist ganz von selbst durch die am Boden kriechenden Ausläufer.
Kombinationsempfehlung: Eine gute Partnerin ist die Wiesen-Schafgarbe (Achillea millefolium).
Diese Kombination ist ökologisch sinnvoll, da beide Arten ähnliche Lichtansprüche haben und gemeinsam ein breites Spektrum an Wildbienen unterstützen.
Die Acker-Winde (Convolvulus arvensis) gehört zur Familie der Windengewächse (Convolvulaceae). In Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie weit verbreitet und besiedelt bevorzugt Äcker, Wegränder und Gärten. Charakteristisch ist ihr windender Wuchs und das weit verzweigte Wurzelsystem mit Arbuskulärer Mykorrhiza (eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen), das ihr die Nährstoffaufnahme erleichtert. Die trichterförmigen Blüten öffnen sich nur bei ausreichendem Licht und schließen sich bei Regen oder Dunkelheit, was sie zu einem lebendigen Barometer in deinem Garten macht.
3 Videos zu Acker-Winde



78 Arten interagieren mit dieser Pflanze
10 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
21 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →