Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster divaricatus
Auch bekannt als: Cotoneaster divaricatus, Sparrige Zwergmispel, Sparrig-Zwergmispel
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An ihrem fischgrätenartigen Wuchs und den kleinen, dunkelgrün glänzenden Blättern lässt sich die Gespreizte Zwergmispel (Cotoneaster divaricatus) sofort erkennen. In unseren Gärten dient dieser Strauch als verlässlicher Futterplatz, besonders an trockenen Standorten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und Wildbienen wie die Baumhummel (Bombus humnorum) von den unaufdringlichen Blüten. Auch wenn sie als Neophyt (nach 1492 eingewanderte Art) gilt, ist sie in unseren Regionen mittlerweile fest etabliert und ökologisch integriert. Du kannst mit diesem robusten Gehölz auch schwierige Gartenbereiche ökologisch aufwerten und Vögeln im Winter eine wichtige Nahrungsquelle bieten.
Wichtige Nektarquelle für seltene Dickkopffalter und Winterfutter für Vögel.
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Dieser Strauch ist eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Falterarten. Besonders Dickkopffalter wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) und der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) nutzen das Nektarangebot der Mai-Blüte. Auch seltener vorkommende Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) gehören zum Besucherspektrum. Neben den Faltern profitieren die Honigbiene und die Baumhummel (Bombus hypnorum) von den Blüten. Im Winter übernehmen die Vögel das Kommando: Die roten Beeren sind eine geschätzte Energiereserve, wenn andere Nahrungsquellen in der Landschaft knapp werden.
Die Gespreizte Zwergmispel wird als nicht kindersicher eingestuft. Ihre roten Früchte und Blätter enthalten geringe Mengen an cyanogenen Glykosiden (Stoffe, die bei der Verdauung Blausäure freisetzen können), was bei Verzehr zu Übelkeit und Erbrechen führen kann. Da die Beeren für Kinder verlockend aussehen könnten, ist in Gärten mit Kleinkindern Vorsicht geboten.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
2 m
Wähle für die Gespreizte Zwergmispel einen Standort im Halbschatten oder in der vollen Sonne.
Der Boden sollte trocken bis mäßig feucht sein; als Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Nährstoffbedarf) kommt sie mit normaler Gartenerde hervorragend zurecht.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Achte beim Einsetzen darauf, den Wurzelballen nicht zu tief einzugraben, um die Arbuskuläre Mykorrhiza (die hilfreiche Pilz-Wurzel-Symbiose) zu schonen.
Ein Rückschnitt ist aufgrund des langsamen Wuchses nur selten nötig, kann aber im Spätwinter zur Formgebung erfolgen.
Da der Strauch sehr robust ist, benötigt er nach dem Anwachsen nur in extremen Trockenperioden zusätzliches Wasser.
Die Vermehrung kann im Sommer über halbverholzte Stecklinge erfolgen.
Eine Düngung ist in normalen Gartenböden meist nicht erforderlich, da die Pflanze genügsam ist.
In strengen Wintern bietet der dichte Wuchs Schutz für Kleintiere, weshalb du das Gehölz nicht zu stark auslichten solltest.
Gute Partnerin: Die Blutrote Johannisbeere (Ribes sanguineum) ergänzt sie wunderbar, da beide ähnliche Ansprüche teilen und zeitlich versetzt Nahrung für Insekten bieten.
Die Gespreizte Zwergmispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) und zur Ordnung der Rosenartigen (Rosales). Obwohl sie ursprünglich aus Asien stammt, wird sie in der Datenbank für Deutschland, Österreich und die Schweiz als etabliert geführt. Botanisch zeichnet sie sich durch eine Arbuskuläre Mykorrhiza (AM) aus, was eine spezielle Symbiose (Lebensgemeinschaft zum gegenseitigen Vorteil) zwischen Bodenpilzen und Pflanzenwurzeln zur besseren Nährstoffaufnahme beschreibt. Der Strauch wächst straff aufrecht mit weit ausladenden Zweigen und erreicht eine Höhe von bis zu zwei Metern.
14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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