Bild folgtKI-generierte IllustrationCotoneaster divaricatus
Auch bekannt als: Cotoneaster divaricatus, Sparrige Zwergmispel, Sparrig-Zwergmispel
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Typisch fuer die Gespreizte Zwergmispel sind ihre fächerförmig abstehenden Zweige, die dem Strauch ein markantes, fast grafisches Aussehen verleihen. Obwohl sie als Neophyt (nach 1492 eingeführte Pflanzenart) gilt, bietet sie einen hohen ökologischen Mehrwert in deinem Garten. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) oder die Baumhummel (Bombus hypnorum) profitieren von ihrem Blütenangebot im Frühsommer. Die Pflanze ist ein dankbarer Begleiter für trockene Ecken, in denen sonst wenig wächst. Mit ihrer robusten Art nimmst du eine wichtige Rolle im lokalen Artenschutz ein, ohne viel Aufwand betreiben zu müssen. Hast du schon einen Platz für diesen pflegeleichten Überlebenskünstler gefunden?
Robuster Trockenkünstler und Magnet für seltene Würfel-Dickkopffalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieser Strauch eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Falter. Besonders der Schwarzbraune Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) und der Rote Würfel-Dickkopffalter (Spialia sertorius) besuchen die Blüten regelmäßig. Auch alpine Arten wie der Arktische Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder der Hochmoorgelbling-Perlmuttfalter (Boloria frigga) werden in der Literatur als Besucher geführt. Neben Schmetterlingen profitieren die Honigbiene und die Baumhummel (Bombus hypnorum) von den Pollen- und Nektarressourcen im Mai und Juni. Die schweren Samen werden im Winter oft von Vögeln gefressen, die so zur Verbreitung der Pflanze beitragen.
Bitte beachte, dass die Gespreizte Zwergmispel als nicht kindersicher eingestuft wird. Die roten Beeren können bei Verzehr zu Unwohlsein führen, weshalb in Haushalten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Jun
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Laubabwerfend
Pflanzenhöhe
2 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Lichtwert 6), dort fühlt sich der Strauch am wohlsten.
Boden: Der Boden sollte trocken sein (Feuchtewert 3). Staunässe musst du unbedingt vermeiden.
Nährstoffe: Ein normaler Gartenboden reicht völlig aus, da sie ein Mittelzehrer ist.
Kalk: Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7); bei Bedarf kannst du etwas Kalk untermischen.
Pflanzzeit: Setze den Strauch im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Wuchshöhe: Plane ausreichend Platz ein, da die Pflanze eine Höhe von 2.0 m erreicht.
Pflege: Ein Rückschnitt ist selten nötig, kann aber im Spätwinter erfolgen, um die Form zu erhalten.
Pflanzpartner: Eine gute Nachbarin ist der Blut-Storchschnabel (Geranium sanguineum). Er ist ebenfalls heimisch, liebt kalkreiche, trockene Standorte und ergänzt die Zwergmispel optisch hervorragend.
Die Gespreizte Zwergmispel gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae). Ursprünglich in Ostasien beheimatet, hat sie sich in Mitteleuropa an trockenen, kalkhaltigen Standorten etabliert. Als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) wächst sie bevorzugt auf basenreichen Böden in mäßig warmen Lagen. Ihr Wuchs ist verholzt und breitblättrig, wobei die Blätter im Herbst oft eine attraktive Färbung annehmen. Sie erreicht eine Wuchshöhe von genau 2.0 m und bildet schwere Diasporen (Ausbreitungseinheiten der Pflanze) von 26.0 mg aus, was auf eine Verbreitung durch Tiere oder über kurze Distanzen hindeutet.
14 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →