Noch kein Foto dieser Art verfügbar
Familie: Cynipidae
Die redaktionellen Texte dieses Profils wurden mithilfe von KI auf Grundlage der unten genannten wissenschaftlichen Daten und Quellen erstellt.
Vielleicht hast du beim Brombeerenschneiden schon einmal eine verdickte, knotige Stelle an einem Trieb entdeckt. Solche Wucherungen werden oft von Gallwespen verursacht, und Diastrophus mayri ist eine davon. Die winzigen Tiere legen ihre Eier im Frühjahr in junge Brombeertriebe. Die Larven, die daraus schlüpfen, leben geschützt im Mark des Stängels und regen die Pflanze an, an dieser Stelle zusätzliches Gewebe zu bilden – eine Galle. Diese Galle ernährt die Larve und bietet ihr Schutz vor Fressfeinden. Für den Gärtner ist das kein Grund zur Sorge: Die Brombeere wird von einzelnen Gallen kaum beeinträchtigt, und die Wespen selbst sind so klein, dass du sie mit bloßem Auge meist übersiehst. Wenn du solche Gallen entdeckst, hast du einen stillen, aber faszinierenden Teil der Garten-Natur vor dir.
Für Menschen und Haustiere ist Diastrophus mayri völlig harmlos. Die erwachsenen Wespen haben einen Legebohrer, mit dem sie Pflanzen anstechen, aber sie können damit nicht stechen. Die Gallen an Brombeertrieben sind in der Regel kein wirtschaftlicher Schaden. Wenn du deine Brombeeren pflegst, schneide befallene Triebe nicht im Herbst ab, sondern warte bis zum späten Frühjahr, damit die Wespen ausschlüpfen können. Verzichte in deinem Garten auf Insektizide und chemische Pflanzenschutzmittel – sie schaden auch den vielen Nützlingen, die das ökologische Gleichgewicht erhalten. Brombeeren selbst sind wertvolle Nahrungs- und Nistpflanzen für zahlreiche Insekten. Wer sie wachsen lässt, fördert die Artenvielfalt im Garten.
Art: Diastrophus mayri. Familie: Gallwespen (Cynipidae). Diese Familie umfasst mehrere hundert Arten, deren Larven in Pflanzengallen leben. Größe: Die erwachsenen Wespen sind sehr klein, meist nur wenige Millimeter lang. Wirtspflanzen: Diastrophus mayri entwickelt sich an Brombeeren (Rubus fruticosus agg.), seltener an verwandten Rubus-Arten. Lebensweise: Die Weibchen legen Eier in junge Triebe. Die Larven fressen im Stängelinneren und verursachen dadurch spindel- oder knotenförmige Gallen. Die Art hat eine Generation pro Jahr und überwintert als Larve in der Galle. Verbreitung: Die Art ist in Europa heimisch und kommt in Mitteleuropa vor, ist aber weniger häufig als die nahe verwandte Brombeer-Gallwespe Diastrophus rubi.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →
Stand: 01.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.