Bild folgtKI-generierte IllustrationDipsacus pilosus
10
Arten
interagieren
10
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Mit ihren kugeligen, gelblich-weißen Blütenköpfen und den deutlich gestielten Blättern fällt die Behaarte Karde sofort auf. Anders als ihre bekanntere Verwandte, die Wilde Karde, wirkt sie graziler und fühlt sich an lichtschattigen Plätzen besonders wohl. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie als spezialisierte Raupenfutterpflanze für den imposanten Ligusterschwärmer (Sphinx ligustri) und die Morpheus-Staubeule (Caradrina morpheus) dient. Auch die Veränderliche Hummel (Bombus humilis) schätzt ihr Nektarangebot sehr. Wenn du eine ökologische Nische am Gehölzrand füllen möchtest, ist diese Pflanze genau die richtige Wahl für dich.
Wichtige Kinderstube für den Ligusterschwärmer und Magnet für Gartenhummeln.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Behaarte Karde eine exzellente Nektarquelle für verschiedene Hummelarten, darunter die Steinhummel (Bombus lapidarius) und die Gartenhummel (Bombus hortorum). Auch die Kuckuckshummel (Bombus campestris) besucht die Blüten regelmäßig. Besonders hervorzuheben ist ihre Bedeutung als Kinderstube für Schmetterlinge: Die Raupen der Glanzeule (Amphipyra pyramidea) und der Dreipunkt-Glanzeule (Amphipyra tragopoginis) nutzen sie als wichtige Nahrungsgrundlage. Im Winter bieten die markanten Samenstände wertvolles Futter für Vögel und dienen Insekten als geschütztes Quartier.
Die Behaarte Karde gilt als nicht kindersicher, da ihre Stängel und Blattrippen mit kleinen Stacheln besetzt sind, die bei Berührung zu Hautreizungen oder Kratzern führen können. Sie ist jedoch ungiftig, sodass keine Gefahr durch Verzehr für Mensch oder Haustier besteht. Eine Verwechslung mit giftigen Pflanzen ist aufgrund der charakteristischen Wuchsform und der Blütenköpfe nahezu ausgeschlossen.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.69 m
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten, etwa am Rand von Hecken oder unter lichtem Baumbestand.
Boden: Als Starkzehrer benötigt sie einen nährstoffreichen, sogenannten "fetten" Boden mit guter Nährstoffnachlieferung.
Feuchtigkeit: Der Boden sollte "frisch" sein, also eine mäßige, aber stete Feuchtigkeit aufweisen und nicht austrocknen.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Da sie zweijährig ist, bildet sie im ersten Jahr eine Blattrosette und blüht im zweiten. Schneide die verblühten Stängel im Herbst nicht ab.
Vermehrung: Lass die Pflanze sich durch Versamen selbst regenerieren, indem du die Samenstände über den Winter stehen lässt.
Kombination: Eine ideale Partnerin ist der Wald-Ziest (Stachys sylvatica). Beide teilen die Vorliebe für frische, nährstoffreiche Böden im Halbschatten und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert für Hummeln.
Die Behaarte Karde (Dipsacus pilosus) gehört zur Unterfamilie der Kardengewächse (Dipsacoideae) innerhalb der Geißblattgewächse. Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) oder indigen lichte Wälder und Auen. Morphologisch unterscheidet sie sich von anderen Karden durch ihre fast runden Blütenstände und die Tatsache, dass ihre Blätter am Grund nicht verwachsen, sondern deutlich gestielt sind. Die Pflanze wächst zweijährig und erreicht oft beachtliche Höhen.
3 Videos zu Behaarte Karde



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →