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Familie: Dolichopodidae
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Wenn du an einem sonnigen Vormittag an deinem Gartenteich oder in feuchten Bereichen deines Beetes kleine, metallisch glänzende Insekten siehst, die ruckartig über die Blätter laufen, sind das häufig Langbeinfliegen aus der Gattung Dolichopus. Diese Tiere sind etwa fünf bis sieben Millimeter lang und fallen durch ihre langen, filigranen Beine auf. Sie gehören zur Familie der Dolichopodidae, was übersetzt so viel wie 'Langfußartige' bedeutet. Im Sonnenlicht schimmern sie oft smaragdgrün oder kupferfarben. Sie sind keine Schädlinge, sondern geschickte Jäger, die in der Krautschicht auf die Jagd nach kleineren Insekten gehen. Ihr Verhalten ist lebhaft; sie halten ständig inne, um ihre Umgebung mit den Facettenaugen, also den aus tausenden Einzelaugen bestehenden Komplexaugen, zu sondieren.
Die Aktivitätsphase der ausgewachsenen Dolichopus urbanus konzentriert sich in unseren Breiten auf die Monate Mai bis August. Nach der Paarung legen die Weibchen ihre Eier bevorzugt in feuchtes Substrat oder in die Nähe von Gewässerrändern ab. Die Larven durchlaufen dort mehrere Entwicklungsstadien und überwintern meist im Boden. Die Verpuppung findet im Frühjahr statt, woraufhin die nächste Generation im Mai schlüpft, um das Spiel des Lebens im Garten von Neuem zu beginnen.
Es besteht absolut kein Grund zur Sorge. Diese Fliegen sind vollkommen harmlos für den Menschen, deine Pflanzen oder Haustiere. Sie übertragen keine Krankheiten und fressen nicht an deinem Gemüse. Da sie auf feuchte Lebensräume angewiesen sind, ist die beste Maßnahme zu ihrem Schutz der Erhalt von kleinen Wasserstellen oder feuchten Mulchschichten im Garten. Chemische Pflanzenschutzmittel solltest du unbedingt vermeiden, da die empfindlichen Larven in der Bodenoberfläche direkt auf Giftstoffe reagieren würden.
Dolichopus urbanus gehört zur Ordnung der Diptera (Zweiflügler). Die Bestimmung innerhalb der Gattung Dolichopus ist für Laien aufgrund der hohen Ähnlichkeit der rund 70 in Mitteleuropa heimischen Arten sehr schwierig und erfordert oft eine mikroskopische Untersuchung der männlichen Geschlechtsorgane, der sogenannten Genitalmorphologie. Ökologisch sind sie als Prädatoren, also räuberisch lebende Tiere, in das Nahrungsgefüge deines Gartens eingebunden. Sowohl die Imagines (das voll entwickelte Insektenstadium) als auch die Larven, die sich meist in feuchter Erde oder im Schlamm entwickeln, leisten ihren Beitrag zur natürlichen Regulation von Kleinstinsekten.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.