Bild folgtKI-generierte IllustrationDoronicum glaciale
Auch bekannt als: Arnica glacialis
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist die Gletscher-Gämswurz (Doronicum glaciale) durch ihre strahlend gelben Korbblüten, die auf einer Wuchshöhe von gerade einmal 0,1 m über dem Boden thronen. Diese kleine Rarität ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie als heimische Gebirgspflanze spezialisierten Bestäubern wie der Gelbbindigen Furchenbiene (Halictus scabiosae) in den Sommermonaten Nahrung bietet. Da sie auf der Roten Liste als extrem selten geführt wird, leistest du mit ihrer Ansiedlung im Steingarten einen echten Beitrag zum Artenschutz. Wenn du einen kühlen, sonnigen Platz mit magerem Boden hast, wird sie sich bei dir wohlfühlen. Schau doch mal, ob du diesen kleinen Alpengast bei dir einziehen lassen möchtest.
Gelbe Alpen-Rarität auf 10 Zentimetern: Ein kleiner Schatz für kühle Steingärten.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Gletscher-Gämswurz eine wichtige Nahrungsquelle für spezialisierte Insektenarten. Besonders die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) und der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) besuchen die leuchtenden Blüten regelmäßig, um Nektar und Pollen zu sammeln. Da sie erst im Hochsommer von Juli bis August blüht, stellt sie ein wichtiges Nahrungsangebot sicher, wenn viele andere alpine Frühjahrsblüher bereits verblüht sind. Da die Pflanze in der Natur extrem selten ist (Rote Liste R), fungiert jeder Gartenstandort als wichtiges Refugium für die Erhaltung dieser genetischen Vielfalt.
In Bezug auf die Garteneigenschaften wird die Gletscher-Gämswurz als nicht kindersicher eingestuft. Da sie zu den Korbblütlern zählt, kann der Kontakt mit dem Pflanzensaft bei empfindlichen Personen Hautreizungen auslösen. Achte darauf, dass Kinder oder Haustiere keine Pflanzenteile verzehren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Pflanzenhöhe
0.096 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtzahl 8), damit die Pflanze ihre volle Blütenpracht entwickeln kann.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtezahl 6) sein; achte darauf, dass er auch im Sommer nie ganz austrocknet.
Als Schwachzehrer (Nährstoffzahl 2) benötigt sie einen sehr mageren Boden; verzichte unbedingt auf Dünger.
Die Erde sollte kalkhaltig (basisch, Reaktionszahl 8) sein; mische bei Bedarf etwas Kalksplitt unter.
Die Pflanzzeit ist im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Halte aufgrund der geringen Wuchshöhe von 0,1 m einen Pflanzabstand von etwa 15 cm ein.
Ein Rückschnitt nach der Samenreife im Spätsommer erhält die Form der Blattrosetten.
Gute Partnerin: Die Alpen-Grasnelke (Armeria alpina) ergänzt sie hervorragend, da sie ähnliche alpine Standortbedingungen bevorzugt und die gelbe Farbe unterstreicht.
Die Gletscher-Gämswurz gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Hochgebirgen von Deutschland und Österreich beheimatet. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige (basische) Schutthalden und Felsfluren, was sie als typischen Schwachzehrer (Pflanze auf nährstoffarmen Böden) kennzeichnet. Morphologisch zeichnet sie sich durch ihre breiten, krautigen Blätter und den kompakten, unverholzten Wuchs aus. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an raue, kalte Standorte in alpinen und nördlichen Regionen angepasst.
2 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →