Bild folgtKI-generierte IllustrationFamilie: Halictidae
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Diese eher kleine, dunkel glänzende Wildbiene fällt durch ihren metallischen Schimmer und das flinke Flugverhalten an Blüten auf. Die Alpen-Glanzbiene (Dufourea alpina) gehört zu den spezialisierten Arten, die ihre Nester selbstständig in der Erde anlegen. Da sie solitär (einzeln lebend) ist, gründet sie keinen Staat, sondern jedes Weibchen versorgt seine eigenen Brutröhren im Boden. Du kannst diese Biene ausschließlich im Juli beobachten, was ihre Flugzeit im Vergleich zu anderen Arten sehr kurz macht. In deinem Garten ist sie als Nahrungsgast extrem wählerisch und besucht nur ganz bestimmte Pflanzen. Sie ist oligolektisch (auf wenige Pollenquellen spezialisiert) und nutzt bevorzugt die Scheuchzer-Glockenblume (Campanula scheuchzeri) sowie die Berg-Distel (Carduus defloratus). Damit sie sich bei dir wohlfühlt, sind offene Bodenstellen ohne Bewuchs wichtig, in denen sie ihre Nester graben kann. Solche vegetationsfreien (pflanzenfreien) Stellen sind in modernen Gärten oft Mangelware, aber lebensnotwendig für diese Bodenbrüter. Durch das Anpflanzen der genannten Glockenblumen und Disteln bietest du ihr eine gezielte Überlebenshilfe. Achte darauf, Erdbereiche nicht zu verdichten, um den Nestbau zu ermöglichen.
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Die Alpen-Glanzbiene ist absolut friedfertig und für den Menschen völlig harmlos. Da ihr Stachel sehr schwach ausgebildet ist, kann er die menschliche Haut nicht durchdringen. Als heimische Wildbiene ist sie zudem gesetzlich geschützt und ein wertvoller Bestandteil der biologischen Vielfalt.
Taxonomisch wird die Art in die Familie der Halictidae (Schmalbienenartige) innerhalb der Ordnung der Hymenoptera (Hautflügler) eingeordnet. Ihr Verbreitungsgebiet umfasst die montanen (gebirgigen) Regionen von Deutschland, Österreich und der Schweiz. Die Nistbiologie ist rein solitär (einzeln lebend), wobei die Weibchen ihre Gänge in selbst gegrabene Hohlräume im Boden anlegen. Eine sichere Unterscheidung von verwandten Arten der Gattung Dufourea erfolgt meist über die spezifische Bindung an alpine Pflanzenstandorte.
2 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•EBHD — European Biodiversity Hub Database v2025, Zenodo, DOI: 10.5281/zenodo.17107215 (CC BY 4.0)
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