Bild folgtKI-generierte IllustrationCampanula scheuchzeri subsp. scheuchzeri
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Typisch für Scheuchzers Glockenblume (Campanula scheuchzeri subsp. scheuchzeri) sind die zierlichen, nickenden Glockenblüten in tiefem Blauviolett an feinen, kahlen Stängeln. Diese kleine Schönheit ist für den Naturgarten besonders wertvoll, da sie spezialisierten Bestäubern wie der Alpen-Glanzbiene (Dufourea alpina) oder der Wald-Schmalbiene (Lasioglossum fratellum) eine verlässliche Energiequelle bietet. Auch die Wiesenhummel (Bombus pratorum) profitiert von ihrem Nektarangebot. Wenn du einen eher kühlen, kalkarmen Platz im Garten hast, kannst du mit dieser Art die Artenvielfalt der Bergregionen direkt vor deine Tür holen.
Alpine Eleganz auf 17 Zentimetern: Ein blauer Magnet für seltene Gebirgsbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Art ein wichtiger Anlaufpunkt für spezialisierte Insekten. Besonders die Alpen-Glanzbiene (Dufourea alpina) und die Rotbeinige Furchenbiene (Halictus rubicundus) nutzen das Pollenangebot. Auch für die Wald-Schmalbiene (Lasioglossum fratellum) stellt sie eine bedeutende Ressource dar. Größere Bestäuber wie die Pyrenäenhummel (Bombus pyrenaeus) und die Wiesenhummel (Bombus pratorum) fliegen die Glocken gezielt an. Da die Samen mit 0,1208 mg sehr leicht sind, werden sie effektiv vom Wind verbreitet. Für bodennah suchende Kleintiere bieten die Bestände zudem Struktur in ansonsten kargen alpinen Gartenbereichen.
Laut Datenbank gilt die Pflanze als nicht kindersicher, weshalb sie nicht für den Verzehr geeignet ist. Achte darauf, dass Kinder keine Pflanzenteile in den Mund stecken, um Unverträglichkeiten zu vermeiden. Sollte es dennoch zum Verzehr kommen, ist der Giftnotruf unter 0228 19 240 erreichbar. Ansonsten ist sie im täglichen Umgang unproblematisch, da sie keine Dornen oder Reizhaare besitzt.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.17 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Lichtwert 8: Wähle einen vollsonnigen Platz, da die Pflanze viel Helligkeit für die Blütenbildung benötigt.
Feuchte 4: Der Boden sollte frisch, also mäßig feucht, aber niemals staunass sein.
Nährstoffe 3: Als Schwachzehrer bevorzugt sie magere, also nährstoffarme Böden; verzichte auf zusätzliche Düngung.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November).
Wuchshöhe: Mit genau 0,17 m Höhe gehört sie in den Vordergrund von Beeten oder in Steingarten-Anlagen.
Bodenreaktion: Der Standort sollte neutral bis schwach sauer (Reaktionswert 4) beschaffen sein.
Pflege: Lass die verblühten Stängel im Winter stehen, damit die leichten Samen ausreifen und sich verbreiten können.
Gute Partnerin: Der Alpen-Frauenmantel (Alchemilla alpina) – er teilt die Vorliebe für kühle, magere Standorte und bildet einen schönen Kontrast.
Die Pflanze gehört zur Familie der Glockenblumengewächse (Campanulaceae) und ist in Deutschland vor allem in den alpinen Regionen heimisch. Ihr natürlicher Lebensraum sind Magerwiesen (nährstoffarme Grasländer) und alpine Rasen, was sie als Kaltpflanze (Temperaturwert 1) ausweist. Sie ist eine krautige, nicht verholzte Pflanze mit breitblättrigen Laubblättern, die meist in einer Rosette angeordnet sind. Ein besonderes Merkmal ist das extrem geringe Gewicht ihrer Samen von nur 0,1208 mg, wodurch sie als Windstreuer über weite Strecken neue Standorte besiedeln kann.
3 Videos zu Campanula scheuchzeri subsp. scheuchzeri



6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →