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Unverwechselbar ist die Dysdera gigas an ihrem rötlich-braunen Vorderkörper und den auffällig großen Kieferklauen, den sogenannten Cheliceren, mit denen sie die harten Panzer von Asseln durchdringt. Mit einer Körperlänge von bis zu 15 Millimetern gehört sie zu den stattlichen Vertretern der Sechsaugenspinnen, einer Familie, die im Gegensatz zu den meisten anderen Spinnen nur sechs statt acht Augen besitzt. Diese nachtaktiven Jäger bauen keine Fangnetze, sondern streifen in der Dunkelheit durch das Falllaub oder unter Totholz auf der Suche nach Mauerasseln (Oniscus asellus) oder Kellerasseln (Porcellio scaber). Die Eiablage erfolgt in einem schützenden Seidengespinst in Bodennähe, wo auch die Jungtiere ihre ersten Entwicklungsstadien durchlaufen. Zur Überwinterung ziehen sich die Tiere tief in frostfreie Hohlräume unter Steinen oder in morsche Baumstümpfe zurück. Als Gärtner kannst du sie unterstützen, indem du Totholzhaufen und Steinhaufen als Lebensraum unangetastet lässt. Da sie ausschließlich räuberisch von anderen Gliedertieren leben, sind sie ein wichtiger natürlicher Regulator in deinem Gartenökosystem.
Aufgrund ihrer Größe können sie bei unvorsichtigem Hantieren die menschliche Haut durchdringen, der Biss ist jedoch harmlos und vergleichbar mit einem leichten Nadelstich. In der DACH-Region ist die Art nicht heimisch, sie ist ein friedlicher Bewohner südeuropäischer Gärten.
Die Dysdera gigas gehört zur Gattung der Eigentlichen Sechsaugenspinnen innerhalb der Familie Dysderidae. Ihr Verbreitungsschwerpunkt liegt im mediterranen Raum, insbesondere in Griechenland, wo sie trockene bis mäßig feuchte Standorte unter Steinen besiedelt. Charakteristisch sind die extrem verlängerten Giftklauen und die Anordnung der sechs Augen in einem kompakten Halbkreis auf dem Vorderkörper (Cephalothorax). Als spezialisierte Jäger spielen sie eine ökologische Rolle bei der Kontrolle von bodenbewohnenden Landasseln.
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Stand: 06.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.