Bild folgtKI-generierte IllustrationEchinochloa crus-galli subsp. crus-galli
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Du erkennst die Gewöhnliche Hühnerhirse an ihren kräftigen, oft rötlich angelaufenen Halmen und der kompakten, fast borstigen Scheinähre (einem dichten Blütenstand). Mit einer Höhe von genau 0.58 m fügt sie sich unaufdringlich in das Gartenbild ein. Für die Tierwelt ist sie eine echte Bereicherung: Ihre Samen sind eine wichtige Energiequelle für Vögel wie die Krickente (Anas crecca) oder die Schneeammer (Plectrophenax nivalis). Auch der Rostfarbige Dickkopffalter (Atalopedes campestris) nutzt sie als Lebensraum. In deinem Naturgarten zeigt sie dir zuverlässig an, wo der Boden besonders nährstoffreich ist. Lass dieses vitale Gras ruhig einmal an einer sonnigen Stelle stehen und beobachte die gefiederten Gäste.
Nahrhafte Samenbank: Das Winterfutter für Stockente, Krickente und Schneeammer.
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Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist dieses Gras ein bedeutender Nahrungslieferant für die heimische Vogelwelt. Besonders Wasservögel wie die Stockente (Anas platyrhynchos) und die Krickente (Anas crecca) suchen gezielt nach den nahrhaften Samen. Im Winter profitiert die Schneeammer (Plectrophenax nivalis) von den Beständen. Sogar der Wildtruthahn (Meleagris gallopavo) nutzt die Pflanze als Futterquelle. Für Insekten ist sie als Wirtspflanze für den Rostfarbigen Dickkopffalter (Atalopedes campestris) relevant. Die Samen wiegen nur etwa 1,5 Milligramm und dienen als leicht verfügbares Futter, das durch Windverbreitung auch an neue Standorte gelangt.
Die Hühnerhirse wird als nicht kindersicher eingestuft. Zwar ist sie nicht im klassischen Sinne giftig, doch die borstigen Strukturen der Blütenstände können bei unvorsichtigem Kontakt oder Verschlucken Reizungen verursachen. Bei Unsicherheiten oder Reaktionen nach Kontakt steht der Giftnotruf unter 0228 19 240 zur Verfügung.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtzahl 7), damit das Gras seine volle Vitalität entfaltet.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht, Feuchtezahl 4) und sehr nährstoffreich sein.
Ideal ist ein Starkzehrer-Standort (Nährstoffzahl 7), etwa in der Nähe des Komposts oder in gut gedüngten Beeten.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Untergrund (Reaktionszahl 7).
Pflanze oder säe die Hühnerhirse im Frühling (März bis Mai), sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Halte den Boden gleichmäßig feucht, vermeide aber dauerhafte Staunässe.
Mit genau 0.58 m Wuchshöhe benötigt sie keine Stützhilfen und lässt sich gut im Beetmittelgrund integrieren.
Die Vermehrung erfolgt über Selbstaussaat durch leichte Samen (Diasporen), die vom Wind verbreitet werden.
Gute Partnerin: Die Wilde Möhre (Daucus carota) – sie hat ähnliche Standortansprüche und ergänzt das Gras ökologisch hervorragend.
Die Gewöhnliche Hühnerhirse (Echinochloa crus-galli subsp. crus-galli) gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und wird als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanzenart) eingestuft. In Deutschland, Österreich und der Schweiz besiedelt sie bevorzugt nährstoffreiche Äcker und Gärten. Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) bevorzugt sie warme, sonnige Standorte mit kalkhaltigem oder basischem Boden. Mit ihrem breitblättrigen Laub und der nicht verholzenden Struktur ist sie eine typische Erscheinung krautiger Pioniervegetation auf frischen Böden.
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →