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Familie: Gammaridae
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Wenn du an einem sonnigen Vormittag an deinem Gartenteich oder einem kleinen Bachlauf am Rand deines Grundstücks die Steine am Ufer vorsichtig anhebst, wirst du sie vielleicht entdecken: kleine, seitlich abgeflachte Krebstiere, die sich flink über den Untergrund bewegen. Echinogammarus berilloni gehört zur Familie der Flohkrebse. Diese Tiere sind keine Insekten, sondern Krebstiere, die in ihrer Lebensweise eng an sauberes, sauerstoffreiches Wasser gebunden sind. Sie schwimmen oft in einer charakteristischen Seitenlage, was ihnen ihren Namen einbrachte. Im Ökosystem deines Gartens übernehmen sie eine wichtige Rolle als sogenannte Destruenten, also Lebewesen, die organisches Material wie herabgefallenes Laub oder abgestorbene Wasserpflanzen zersetzen und so den Nährstoffkreislauf im Wasser schließen.
Der Lebenszyklus dieser Tiere ist an die Wassertemperaturen gekoppelt. Die Weibchen tragen ihre Eier in einem sogenannten Brutraum (Marsupium) an der Bauchseite, bis die Jungen schlüpfen. Im Frühjahr und Sommer, wenn die Temperaturen steigen und das Nahrungsangebot durch zersetzendes Pflanzenmaterial hoch ist, ist die Aktivität am größten. Zum Winter hin ziehen sie sich meist in tiefere, frostfreie Bereiche des Gewässergrundes zurück oder suchen Schutz unter dichtem Totholz, um die kalten Monate zu überdauern.
Da Flohkrebse wie Echinogammarus berilloni sehr empfindlich auf Wasserverunreinigungen und chemische Stoffe reagieren, sind sie wertvolle Bioindikatoren. Das bedeutet, ihr Vorkommen zeigt dir eine gute Wasserqualität an. Verzichte daher in deinem Garten konsequent auf den Einsatz von Pestiziden oder mineralischen Düngern, da diese über den Oberflächenabfluss in dein Gewässer gelangen und den empfindlichen Bestand dieser Krebstiere gefährden können.
Die Art Echinogammarus berilloni zählt zur Ordnung der Amphipoda (Flohkrebse). Ihr Körper ist typischerweise seitlich zusammengedrückt, was es ihnen ermöglicht, sich in den Lücken zwischen Kieselsteinen und in grobem Sediment (Ablagerungen am Boden) zu verstecken. Im Gegensatz zu vielen anderen heimischen Arten bevorzugt diese Gattung oft fließendes oder sehr gut durchlüftetes Wasser. Die Bestimmung der einzelnen Arten innerhalb der Familie der Gammaridae erfordert meist eine mikroskopische Untersuchung der Beinansätze und der Antennen, da sie sich äußerlich sehr ähneln.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.