Bild folgtKI-generierte IllustrationEleocharis mamillata
Auch bekannt als: Eleocharis mamillata
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Wer die Zitzen-Sumpfsimse (Eleocharis mamillata) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren aufrechten, starr wirkenden Halmen, die direkt aus dem Boden schießen, bildet sie dichte, grüne Bestände an Wasserstellen. In deinem Naturgarten ist sie ein wichtiger Baustein für feuchte Standorte, da sie Lebensraum für spezialisierte Falter wie den Rostfarbigen Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) bietet. Als Sauergrasgewächs (Pflanzengruppe mit oft markgefüllten Stängeln) sorgt sie für natürliche Struktur am Teichrand. Wenn du eine Vorliebe für naturnahe Uferzonen hast, triffst du mit ihr genau die richtige Wahl für die heimische Artenvielfalt.
Strukturgeber am Teichufer: Ein Heimspiel für seltene Wiesenvögelchen.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Zitzen-Sumpfsimse eine wertvolle Ressource für verschiedene Schmetterlingsarten. Besonders der Rostfarbige Dickkopffalter (Ochlodes sylvanus) und der Schwarzkolbige Braun-Dickkopffalter (Thymelicus lineola) nutzen die Bestände aktiv. Auch seltenere Arten wie das Wald-Wiesenvögelchen (Coenonympha hero), der Gelbringfalter (Lopinga achine) oder das Stromtal-Wiesenvögelchen (Coenonympha oedippus) profitieren von diesem Lebensraum. In den Wintermonaten bieten die stehengelassenen Samenstände zudem eine wichtige Nahrungsquelle für heimische Vögel, die die kleinen Nüsschen aus den Ähren picken.
Die Zitzen-Sumpfsimse wird als nicht kindersicher eingestuft, weshalb sie nicht direkt in Spielbereichen stehen sollte. Es besteht jedoch keine Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten der heimischen Ufervegetation. Die Pflanze selbst enthält keine bekannten hochgiftigen Wirkstoffe, ist aber nicht für den Verzehr geeignet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.23 m
Standort: Wählen Sie einen vollsonnigen Platz, der dauerhaft feucht oder nass ist.
Boden: Die Pflanze ist ein Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) und gedeiht in normalem Gartenboden, solange die Wasserversorgung stabil bleibt.
Pflanzzeit: Idealerweise setzen Sie die Simse von März bis Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Pflege: Die Halme sollten über den Winter stehen bleiben, um Insekten Unterschlupf zu bieten; ein Rückschnitt kann im zeitigen Frühjahr erfolgen.
Vermehrung: Die Pflanze breitet sich über kurze Ausläufer selbstständig aus.
Kombinationsempfehlung: Gute Partnerin ist die Sumpf-Schwertlilie (Iris pseudacorus) – beide Arten teilen die Vorliebe für nasse Standorte und ergänzen sich hervorragend in der vertikalen Struktur des Teichrandes.
Die Zitzen-Sumpfsimse gehört zur Familie der Sauergrasgewächse (Cyperaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Sie besiedelt vorwiegend sonnige, feuchte Lebensräume wie Verlandungszonen oder nasse Wiesen. Ein morphologisches Erkennungsmerkmal ist das Ährchen an der Spitze des Halms, dessen unterste Spelze (Hüllblatt der Blüte) den Stängel fast vollständig umschließt. Botanisch zeichnet sie sich durch eine arbuskuläre Mykorrhiza (AM) aus, eine Symbiose zwischen Wurzeln und Pilzen, die die Nährstoffaufnahme verbessert.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →