Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium brachycarpum
Auch bekannt als: Epilobium brachycarpum
3
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Kurzfrüchtige Weidenröschen (Epilobium brachycarpum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen schmalen, fast nadelartigen Blättern und den zierlichen, hellrosa Blüten an den weit verzweigten Trieben wirkt es fast wie ein filigraner Strauch. Als Neophyt (gebietsfremde Art, die sich etabliert hat) bereichert es trockene Gartenstellen und bietet dem Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) eine willkommene Nahrungsquelle. Auch der imposante Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) besucht die Blüten zur Zeit der Mai-Blüte. Die Pflanze ist ideal für dich, wenn du ökologische Pionierleistung in einer schwierigen, sonnigen Gartenecke erbringen möchtest. Durch ihre Robustheit gegenüber Trockenheit zeigt sie dir, wie lebendig karge Standorte sein können. Du wirst staunen, wie viel Leben dieses zierliche Gewächs auf kleinem Raum anzieht.
Trockenkünstler im Mai: Die ideale Tankstelle für den Mittleren Weinschwärmer.
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In deinem Garten erfüllt das Weidenröschen eine wichtige Funktion als Nektarquelle für Schmetterlinge. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitiert besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) von den Blüten. In der Dämmerung zieht die Pflanze zudem den Mittleren Weinschwärmer (Deilephila elpenor) an, einen unserer auffälligsten Nachtfalter. Die Pflanze lebt in einer AM-Mykorrhiza (Lebensgemeinschaft mit Pilzen), die den Boden gesund hält und das Nährstoffnetzwerk fördert. Die feinen Samen dienen im Spätsommer verschiedenen Vögeln als Energielieferant. Durch das Stehenlassen der verblühten Stiele schaffst du zudem wertvolle Strukturen für überwinternde Insekten.
Bitte beachte, dass das Kurzfrüchtige Weidenröschen als nicht kindersicher eingestuft wird. Es ist zwar keine hochgiftige Art bekannt, aber die Pflanze sollte dennoch nicht in unmittelbarer Nähe von Spielflächen für Kleinkinder stehen. Verwechslungen mit stark giftigen heimischen Arten sind aufgrund der spezifischen, schmalen Blattform und der kurzen Kapseln nahezu ausgeschlossen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Mai
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.28 m
Das Weidenröschen fühlt sich an einem vollsonnigen Platz am wohlsten und kommt hervorragend mit Trockenheit zurecht.
Der Boden sollte ein normaler Gartenboden sein, da die Pflanze ein Mittelzehrer (Bedarf an mäßig vielen Nährstoffen) ist.
Du kannst sie im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst zwischen September und November pflanzen.
Achte bei der Pflanzung darauf, dass der Boden gut wasserdurchlässig ist, um Staunässe zu vermeiden.
Da die Pflanze eine AM-Mykorrhiza (eine Form der Symbiose zwischen Wurzeln und nützlichen Bodenpilzen) eingeht, ist ein gesundes Bodenleben vorteilhaft.
Gießen ist nach dem Anwachsen nur in extremen Trockenphasen notwendig.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im Mai ist nicht zwingend erforderlich, da die Pflanze oft einjährig wächst.
Wenn du die Samenstände stehen lässt, versamt sich die Pflanze an passenden Stellen im Garten von selbst.
Als ideale Begleitpflanze empfehle ich dir den Gewöhnlichen Natternkopf (Echium vulgare).
Beide Arten teilen sich die Vorliebe für trockene, magere Standorte und ergänzen sich hervorragend in ihrem ökologischen Wert.
Das Kurzfrüchtige Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) innerhalb der Ordnung der Myrtenartigen. Ursprünglich in Nordamerika beheimatet, hat es sich mittlerweile in Deutschland und der Schweiz fest etabliert. Es besiedelt bevorzugt trockene Ruderalflächen (vom Menschen geprägte Rohböden) und sonnige Standorte. Die Pflanze wächst aufrecht, verzweigt sich im oberen Bereich stark und bildet die charakteristischen kurzen Kapselfrüchte aus, die ihr den Namen gaben.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →