Bild folgtKI-generierte IllustrationEpilobium dodonaei
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interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Wer das Rosmarin-Weidenröschen (Epilobium dodonaei) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen schmalen, fast nadelartigen Blättern und den leuchtend rosafarbenen Blütenständen, die eine Höhe von genau 0,53 m erreichen, ist es im Garten unverwechselbar. Diese Art ist eine echte Bereicherung für trockene, sonnige Standorte und dient spezialisierten Besuchern wie der Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) als Lebensgrundlage. Auch der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) ist regelmäßig an den Blüten zu finden. Wenn du einen kiesigen oder mageren Gartenplatz hast, auf dem sonst wenig gedeiht, ist diese Pflanze die perfekte Wahl für dich.
Spätsommer-Magnet: 0,53 m pure Blütenkraft für spezialisierte Eulenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Weidenröschen eine wichtige Futterquelle für verschiedene Falterarten. Besonders die Baumwoll-Kapseleule (Helicoverpa armigera) und die Baumwoll-Sonneneule (Helicoverpa peltigera) profitieren von dem Nektarangebot. Auch Tagfalter wie der Große Kohlweißling (Pieris brassicae) nutzen die späte Blütezeit von Juli bis September. Die winzigen Samen (Diasporen) wiegen nur 0,2907 mg und besitzen Haarschöpfe, mit denen sie weite Strecken durch den Wind zurücklegen können. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Samenstände zudem kleinen Singvögeln als wertvolle Nahrungsergänzung.
Das Rosmarin-Weidenröschen wird als nicht kindersicher eingestuft. Da es für die Gartengestaltung zwar attraktiv, aber im Verzehr problematisch sein kann, solltest du bei versehentlichem Verschlucken durch Kinder oder Haustiere den Giftnotruf unter 0228 19 240 kontaktieren. Es empfiehlt sich, die Pflanze außerhalb der direkten Reichweite kleiner Kinder zu platzieren.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
1
Pollenwert
1
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.531 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort; als Lichtzeiger (Ellenberg 9) benötigt die Pflanze den ganzen Tag direkte Sonne.
Der Boden sollte mager und kalkhaltig sein; verzichte auf Dünger, da die Art als Schwachzehrer empfindlich auf zu viele Nährstoffe reagiert.
Achte auf eine gute Drainage und vermeide Staunässe; die Pflanze bevorzugt trockene bis mäßig feuchte Verhältnisse.
Die optimale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden frostfrei ist.
Halte beim Pflanzen die Wuchshöhe von 0,53 m im Blick, damit benachbarte Kräuter nicht überdeckt werden.
Nach der Blüte kannst du die Stängel zurückschneiden, um die Selbstaussaat durch die flugfähigen Samen zu begrenzen.
Gute Partnerin: Der Natternkopf (Echium vulgare) – er teilt die Vorliebe für magere, sonnige Standorte und bietet eine ergänzende Nahrungsquelle für Bestäuber.
Das Rosmarin-Weidenröschen gehört zur Familie der Nachtkerzengewächse (Onagraceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Als Indigen (einheimische Art) besiedelt es in der Natur vor allem Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sandige Schwemmböden von Flüssen. Morphologisch fällt es durch seinen aufrechten, krautigen Wuchs und die namensgebenden, rosmarinähnlichen Blätter auf. Es ist an kalkhaltige, basische Bodenverhältnisse angepasst und zeigt als Schwachzehrer (Pflanze mit geringem Nährstoffbedarf) an, dass der Boden eher mager sein sollte.
3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →