Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia esula
Auch bekannt als: Scharfe Wolfsmilch, Esels-Wolfsmilch, euphorbe ésule
Artengruppe
11
Arten
interagieren
19
Interaktionen
dokumentiert
An ihren schmalen, bläulich-grünen Blättern und den leuchtend gelb-grünen Blütenständen lässt sich die Esels-Wolfsmilch (Euphorbia esula) sofort erkennen. Sie ist eine wertvolle Bereicherung für naturnahe Gärten, da sie als unverzichtbare Kinderstube für spezialisierte Insekten dient. Besonders der imposante Wolfsmilchschwärmer (Hyles euphorbiae) profitiert von dieser Art, da seine Raupen auf Wolfsmilchgewächse angewiesen sind. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) findet hier verlässlich Nahrung. Wenn du einen sonnigen Platz in deinem Garten hast, ist diese robuste Wildpflanze genau die richtige Wahl für dich.
Lebensnotwendige Kinderstube für den prächtigen Wolfsmilchschwärmer.
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Diese Pflanze ist ein ökologisches Schwergewicht für spezialisierte Insekten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist sie die entscheidende Futterquelle für die Raupen des Wolfsmilchschwärmers (Hyles euphorbiae), der auf den giftigen Milchsaft angewiesen ist, um sich selbst für Fressfeinde ungenießbar zu machen. In der Blütezeit von Juni bis Juli lockt sie zudem zahlreiche Honigbienen (Apis mellifera) an, die hier reichlich Nektar finden. Auch die Mexikanische Grabwespe (Isodontia mexicana) gehört zu den regelmäßigen Besuchern der gelben Scheinblüten. Durch das Stehenlassen der Stängel im Winter bietest du zudem vielen Kleintieren ein wichtiges Überwinterungsquartier.
Die Esels-Wolfsmilch ist in allen Teilen giftig. Der Kontakt mit dem Milchsaft führt durch enthaltene Terpenverbindungen (Diterpenester, Phorbolester) zu Hautreizungen, während die Einnahme schwere Vergiftungen verursacht. Trage bei der Gartenarbeit unbedingt Handschuhe und halte Kinder sowie Haustiere fern. Im Notfall wähle sofort den Giftnotruf 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.534 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8: mindestens 6 Stunden direkte Sonne pro Tag).
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Boden (normaler Gartenboden ohne Überdüngung) sein.
Achte auf eine mäßig feuchte Bodenbeschaffenheit (Frischezeiger 4), wobei die Pflanze auch mit trockeneren Phasen gut zurechtkommt.
Die Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.69 m, plane dies bei der Beetgestaltung ein.
Pflanze sie am besten im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) ein.
Ein Rückschnitt der vertrockneten Triebe erfolgt erst im späten Winter, um Insekten Schutz zu bieten.
Da sie nicht kindersicher ist, sollte sie außerhalb der Reichweite von Spielflächen stehen.
Gute Partnerin: Die Färber-Hundskamille (Anthemis tinctoria) – sie teilt die Vorliebe für sonnige Standorte und bietet einen schönen farblichen Kontrast.
Die Esels-Wolfsmilch (Euphorbia esula) gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz als einheimische Art oder Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) verbreitet. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst meist Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Wegränder. Als krautige, nicht verholzte Pflanze zeichnet sie sich durch ihren weißen Milchsaft und die sogenannten Cyathien aus. Dabei handelt es sich um spezielle Scheinblüten, bei denen winzige Einzelblüten von auffälligen Hochblättern umgeben werden.
1 Video zu Esels-Wolfsmilch (Artengruppe)

11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →