Bild folgtKI-generierte IllustrationEuphorbia exigua
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Interaktionen
dokumentiert
Du erkennst die Kleine Wolfsmilch (Euphorbia exigua) an ihrem zierlichen Wuchs und den feinen, gelblich-grünen Blütenständen, die oft wie kleine Kronen wirken. Mit einer Wuchshöhe von genau 0.11 m ist sie ein unaufdringlicher Bewohner sonniger Gartenbereiche, der erst beim zweiten Blick seine wahre Schönheit offenbart. Als heimischer Archäophyt (eine Pflanze, die bereits vor 1492 bei uns heimisch wurde) ist sie ökologisch wertvoll, da sie spezialisierte Insekten wie den Rotbeinigen Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) unterstützt. Ihre Anwesenheit im Garten zeigt dir, dass du einen wertvollen Lebensraum für die kleinsten Nützlinge geschaffen hast. Wenn du diese Pflanze entdeckst, lass sie ruhig gewähren – sie ist ein Zeichen für einen naturnahen Boden.
Zierliche Überlebenskünstlerin: 5 Monate Nektar für spezialisierte Laufkäfer.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten bietet die Kleine Wolfsmilch einen langen Zeitraum der Nahrungssuche von Juni bis Oktober. Besonders der Rotbeinige Feldlaufkäfer (Harpalus affinis) profitiert als Besucher von dieser Art. Die Samen sind mit 0.2604 mg sehr leicht, was eine effektive Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht und so zur Besiedlung neuer Gartenbereiche beiträgt. Obwohl sie klein ist, spielt sie im Netzwerk des Bodens eine Rolle durch ihre Mykorrhiza-Verbindung, die den Nährstoffaustausch im Erdreich fördert. Damit leistet sie einen wichtigen Beitrag zur kleinteiligen Biodiversität, die oft übersehen wird.
Die Pflanze ist giftig und führt einen klebrigen Milchsaft, der bei Kontakt Hautreizungen verursachen kann. Die enthaltenen Wirkstoffe (Terpenverbindungen) können bei Einnahme Vergiftungen hervorrufen, weshalb Vorsicht bei Kindern und Haustieren geboten ist. Trage bei der Gartenarbeit am besten Handschuhe und wende dich im Notfall an den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.105 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen vollsonnigen Platz, damit die Pflanze ihre volle Kraft entfalten kann (Ellenberg Licht 7).
Boden: Ideal ist ein kalkhaltiger (basischer) Untergrund, der mäßig mit Nährstoffen versorgt ist (Mittelzehrer).
Feuchtigkeit: Die Kleine Wolfsmilch bevorzugt trockene bis frische, mäßig feuchte Standorte; Staunässe solltest du unbedingt vermeiden.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), sofern der Boden offen ist.
Pflege: Ein Rückschnitt ist nicht nötig. Da sie nur 0.11 m hoch wird, stört sie keine Nachbarn.
Vermehrung: Die Pflanze sorgt durch Selbstaussaat für ihren Fortbestand, wobei die leichten Samen (0.2604 mg) oft vom Wind verteilt werden.
Mykorrhiza: Sie geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza, eine nützliche Pilz-Wurzel-Symbiose) ein, was die Bodenbiologie stärkt.
Gute Partnerin: Die Wilde Reseda (Reseda lutea) – sie liebt ebenfalls kalkhaltige Standorte und bietet einen schönen vertikalen Kontrast.
Die Kleine Wolfsmilch gehört zur Familie der Wolfsmilchgewächse (Euphorbiaceae) und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz als indigen (einheimisch) eingestuft. Ihr natürlicher Lebensraum sind kalkhaltige (basische) Böden auf Lichtungen oder an Wegrändern. Als krautige, nicht verholzte Pflanze zeichnet sie sich durch breitblättrige Blätter und eine sehr geringe Wuchshöhe aus. Charakteristisch sind die becherförmigen Scheinblüten, die für die Gattung Euphorbia typisch sind und trotz ihrer geringen Größe effizient Bestäuber anlocken.
1 Video zu Kleine Wolfsmilch

6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
6 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →