Bild folgtKI-generierte IllustrationEurybia macrophylla
Gebietsfremde Art (Neophyt)
Diese Pflanze ist in Mitteleuropa nicht heimisch. Sie wurde nach 1492 eingeführt und hat sich in der freien Landschaft etabliert. Dokumentierte Interaktionen mit heimischer Fauna sind unten aufgeführt — sie ersetzen jedoch nicht den ökologischen Wert heimischer Pflanzen.
8
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
An ihren auffallend großen, herzförmigen Grundblättern lässt sich die Großblättrige Aster (Eurybia macrophylla) sofort erkennen. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige Rolle als spätes Buffet, wenn andere Pflanzen bereits verblühen. Besonders die Verkannte Goldfurchenbiene (Halictus confusus) und der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) profitieren von ihrem reichhaltigen Angebot. Mit ihrer stattlichen Erscheinung füllt sie dunklere Ecken mit Leben und Struktur. Wenn du eine robuste Lösung für den Halbschatten suchst, die ökologisch wertvoll ist, liegst du mit dieser Aster genau richtig.
Der 1,45 m hohe Schattenschatz: Späte Nahrung für die Goldfurchenbiene.
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Diese Aster ist eine unverzichtbare Tankstelle im Spätsommer und Herbst. Nach aktuellen Beobachtungsdaten wird sie regelmäßig von der Honigbiene (Apis mellifera) und der Verkannten Goldfurchenbiene (Halictus confusus) angeflogen. Auch Schmetterlinge wie der Kleine Kohl-Weißling (Pieris rapae) nutzen sie als wichtige Energiequelle vor dem Winter. Die Gewöhnliche Ovalspinne (Enoplognatha ovata) findet in den großen Blättern oft einen idealen Platz für ihre Jagdlauer. Die Samen sind mit nur 0,56 mg extrem leicht und werden über weite Strecken vom Wind verbreitet, was zur natürlichen Ausbreitung im Garten beiträgt.
Bitte beachte, dass die Großblättrige Aster als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie sollte daher nicht in unmittelbarer Nähe von Spielbereichen gepflanzt werden, in denen kleine Kinder direkten Kontakt mit Pflanzenteilen haben könnten. Ein vorsichtiger Umgang bei der Gartenarbeit ist ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Aug – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
1.45 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten (Ellenberg Licht 5), ideal sind Plätze mit gefiltertem Sonnenlicht.
Der Boden sollte frisch (Ellenberg Feuchte 4), also mäßig feucht, aber niemals staunass sein.
Als Mittelzehrer (Ellenberg Nährstoffe 6) reicht ihr normaler, humoser Gartenboden ohne Starkdüngung.
Achte auf einen neutralen bis schwach sauren Boden (Ellenberg Reaktion 6).
Pflanze sie im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November), solange der Boden frostfrei ist.
Halte ausreichend Platz bereit, da sie eine stattliche Wuchshöhe von genau 1,45 m erreicht.
Schneide die verblühten Stängel erst im Spätwinter zurück, um Insekten einen Unterschlupf zu bieten.
Vermehrung erfolgt unkompliziert durch Teilung des Wurzelstocks im Frühjahr.
Gute Partnerin: Die Wald-Zwenke (Brachypodium sylvaticum) – sie teilt die Vorliebe für frische Waldböden im Halbschatten und bildet einen schönen optischen Kontrast.
Die Großblättrige Aster gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). In unserer Region ist sie als Neophyt (eine nach 1492 eingewanderte Pflanzenart) bekannt, gilt aber in Deutschland als fest etabliert. Ihr natürlicher Lebensraum sind lichte Wälder und Waldränder, was sie perfekt für Gartenbereiche unter Bäumen macht. Eine Besonderheit ist ihre Symbiose mit Bodenpilzen, die sogenannte AM-Mykorrhiza (arbuskuläre Mykorrhizapilze), die der Pflanze bei der Nährstoffaufnahme hilft. Die markante Blattfläche von über 1700 Quadratmillimetern ermöglicht es ihr, auch bei wenig Licht effizient Photosynthese zu betreiben.
8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →