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Familie: Majidae
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Die Raue Zierkrabbe (Eurynome aspera) ist ein faszinierender Meeresbewohner, den man eher selten an der Küste zu Gesicht bekommt. Mit einer Körperlänge von etwa 25 Millimetern gehört sie zu den kleineren Krabbenarten unserer heimischen Gewässer. Ihr Panzer zeichnet sich durch eine charakteristische, fast höckerige Oberfläche aus, die meist mit Schwämmen oder Algen bewachsen ist. Dies dient ihr als effiziente Tarnung. Sie ist kein Gartenbewohner, sondern in tieferen Küstengewässern auf kiesigen oder steinigen Böden zu Hause, wo sie sich durch ihre langsame, bedächtige Fortbewegung auszeichnet.
Das Leben dieser Krabbe ist eng mit den zyklischen Veränderungen des Meeresbodens verknüpft. Die Fortpflanzungsphase findet in den wärmeren Monaten statt, in denen die Weibchen ihre Eier unter dem Hinterleib tragen. Nach dem Schlupf durchlaufen die Larven mehrere Stadien im freien Wasser, bevor sie zum Bodenleben übergehen. Da das Wachstum bei Krustentieren durch die Häutung (das Abwerfen des zu eng gewordenen Panzers) erfolgt, sind sie in dieser Zeit besonders verletzlich und ziehen sich in versteckte Nischen zwischen Steinen zurück.
Da es sich bei Eurynome aspera um ein marines Tier handelt, ist sie in keinem Fall für die Haltung im Gartenteich oder im Aquarium geeignet. Wir sollten den Schutz unserer Küstenökosysteme unterstützen, indem wir darauf achten, dass keine Schadstoffe in die Gewässer gelangen. Ein direkter Kontakt mit dieser Art im Freiland ist aufgrund ihres Lebensraums in tieferen Zonen des Meeresbodens nahezu ausgeschlossen.
Systematisch gehört Eurynome aspera zur Familie der Majidae, den sogenannten Spinnenkrabben. Diese zeichnen sich durch ihren meist birnenförmigen Körperbau aus. Als Zehnfußkrebse (Decapoda) besitzen sie fünf Paare an Schreitbeinen, wobei das erste Paar oft zu Scheren umgewandelt ist. Die Gattung Eurynome hebt sich durch die auffälligen, mit Tuberkeln (kleinen knötchenartigen Erhebungen) besetzten Panzerplatten ab. Es handelt sich um eine spezialisierte Art, die auf eine intakte marine Umgebung angewiesen ist.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.