Bild folgtKI-generierte IllustrationFragaria viridis subsp. viridis
Auch bekannt als: Fragaria viridis subsp. viridis
12
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An den beim Pflücken charakteristisch knackenden Früchten lässt sich die Knack-Erdbeere (Fragaria viridis subsp. viridis) sofort erkennen. Im Gegensatz zur bekannten Wald-Erdbeere bleibt der Kelch beim Ernten fest an der Frucht sitzen, was das typische Geräusch verursacht. Für deinen Naturgarten ist sie ein Gewinn, da sie als Raupenfutter und Nektarquelle für spezialisierte Schmetterlinge wie den Roten Würfelfalter (Spialia sertorius) dient. Auch der Gelbgefleckte Würfel-Dickkopffalter (Muschampia tessellum) ist auf solche heimischen Wildpflanzen angewiesen. Wenn du einen sonnigen Platz mit magerem Boden hast, ist diese robuste Art genau die richtige Wahl. Schau doch mal, ob sie sich in deiner sonnigen Garten-Ecke wohlfühlt.
Heimisches Wildobst-Juwel: Die wichtigste Tankstelle für den Roten Würfelfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist diese Pflanze eine lebensnotwendige Ressource für verschiedene Würfelfalter. Besonders der Rote Würfelfalter (Spialia sertorius) und der Südliche Würfel-Dickkopffalter (Spialia orbifer) nutzen sie intensiv. Auch für seltene Arten wie den Steppenheiden-Würfelfalter (Muschampia cribrellum) bietet sie eine wichtige Nahrungsgrundlage. Die Raupen von Perlmuttfaltern wie dem Arktischen Perlmuttfalter (Boloria polaris) oder dem Nordischen Perlmuttfalter (Boloria frigga) entwickeln sich an ihren Blättern. Da die Art als Archäophyt (eine vor 1492 eingewanderte Pflanze) oder indigen gilt, ist sie tief in das heimische Ökosystem eingewebt und bietet Vögeln im Sommer eine willkommene Futterergänzung.
Obwohl die Früchte essbar sind, wird die Pflanze in Sicherheitsbewertungen als nicht kindersicher eingestuft. Dies liegt oft an der Verwechslungsgefahr mit der Indischen Scheinerdbeere (Potentilla indica), deren Früchte zwar ungiftig, aber geschmacklos sind und die gelbe Blüten trägt. Die echte Knack-Erdbeere blüht ausschließlich weiß und ist als sicher vor Verwechslungen mit giftigen Beerenarten einzustufen.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Mai – Jun
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.09 m
Wähle für die Knack-Erdbeere einen vollsonnigen Standort mit eher trockenem Boden. Sie ist perfekt für Stellen geeignet, an denen andere Pflanzen unter Wassermangel leiden würden. Der Boden sollte kalkhaltig und nährstoffarm sein, da zu viel Dünger lediglich das Blattwachstum auf Kosten der Blüten fördert. Die ideale Pflanzzeit liegt zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis Ende November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Gießen ist nur in der Anwachsphase nötig, danach kommt sie mit natürlicher Trockenheit gut zurecht.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (eine nützliche Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme verbessert.
Vermehre sie einfach durch das Abtrennen der bewurzelten Ausläufer im Spätsommer.
Ein Rückschnitt ist im Naturgarten nicht erforderlich.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – beide Arten teilen die Vorliebe für Xerothermrasen (trockene Magerwiesen) und fördern gemeinsam eine hohe Insektenvielfalt auf engem Raum.
Die Knack-Erdbeere gehört zur Familie der Rosengewächse (Rosaceae) innerhalb der Ordnung der Rosenartigen. Als indigene Art, also als ursprünglich in Deutschland heimisches Gewächs, besiedelt sie bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Böschungen. Sie ist ein ausdauerndes Kraut, das sich durch oberirdische Ausläufer verbreitet und im Gegensatz zu vielen Zuchtformen sehr trockenheitsresistent ist. Die weißen Blüten erscheinen im späten Frühjahr und bilden die Grundlage für die festen, hocharomatischen Früchte.
1 Video zu Knack-Erdbeere

12 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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