Bild folgtKI-generierte IllustrationGalium boreale
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Typisch fuer das Nordische Labkraut (Galium boreale) sind seine straff aufrechten, vierkantigen Stängel und die weissen Bluetenwolken, die in dichten Rispen am Ende der Triebe stehen. Im Gegensatz zu vielen anderen Labkraeutern liegen seine Blaetter in Viererquirlen (kreisförmige Anordnung) am Stängel und besitzen drei deutlich sichtbare Laengsnerven. Diese Pflanze ist fuer deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie als indigen (einheimisch) gilt und bereits auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) der bedrohten Arten steht. Mit ihrer Ansiedlung bietest du eine wichtige Futterquelle fuer die heimische Insektenwelt waehrend der Sommermonate. Wenn du eine robuste Wildstaude suchst, die Charakter zeigt, triffst du mit ihr genau die richtige Wahl.
Heimische Kostbarkeit: Das weisse Bluetenwunder der Vorwarnliste fuer deinen Garten.
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Als einheimische Art spielt das Nordische Labkraut eine wichtige Rolle im oekologischen Gefuege unserer Regionen. Da es auf der Vorwarnliste (Rote Liste V) gefuehrt wird, traegt jeder Bestand im Garten zur Sicherung der regionalen Biodiversitaet bei. Die Bluetezeit im Juni und Juli faellt in eine Phase, in der viele Fruehjahrsblueher bereits verblueht sind. Somit stellt es eine verlaessliche Nahrungsquelle fuer verschiedene Bestaeubergruppen dar. Die Pflanze foerdert durch ihre Wurzel-Pilz-Verbindung (AM-Mykorrhiza) zudem ein gesundes Bodenleben. Voegel nutzen die reifenden Samen im spaeten Sommer als Ergaenzung ihres Speiseplans. Durch die Ansiedlung unterstuetzt du aktiv den Erhalt einer gefaehrdeten Wildpflanze.
Bitte beachte, dass das Nordische Labkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Auch wenn es keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Teile der Pflanze nicht verzehrt werden. Es besteht keine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten, doch das typische Erscheinungsbild mit den dreinervigen Blaettern unterscheidet es klar von anderen Labkraut-Arten.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Jun – Jul
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.39 m
Das Nordische Labkraut ist eine unkomplizierte Begleiterin fuer Standorte, die einen natuerlichen Charakter bewahren wollen.
Die beste Pflanzzeit liegt im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst zwischen September und November, solange der Boden frostfrei ist.
Waehle einen Platz in der Sonne oder im lichten Halbschatten.
Der Boden sollte maessig feucht sein, wobei die Pflanze als indigener (einheimischer) Archaeophyt (Pflanze, die vor 1492 eingebuergert wurde) sehr anpassungsfaehig ist.
Da sie Mykorrhizapilze zur Unterstuetzung nutzt, ist eine uebermaessige Duengung nicht notwendig.
Achte darauf, dass der Boden gut durchlaessig bleibt, um Staunässe zu vermeiden.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert ueber das Teilen des Wurzelstocks oder durch Selbstaussaat.
Ein Rueckschnitt im spaeten Winter foerdert den frischen Austrieb im Fruehjahr.
Als Kombinationsempfehlung eignet sich der Wiesen-Knautie (Knautia arvensis), da beide aehnliche Ansprueche an den Boden stellen und zusammen ein harmonisches Bild auf der Wildblumenwiese ergeben.
Das Nordische Labkraut (Galium boreale) ist ein Vertreter der Familie der Roetegewaechse (Rubiaceae). Es ist in weiten Teilen Mitteleuropas, einschliesslich Deutschland, Oesterreich und der Schweiz, heimisch und besiedelt bevorzugt wechselfeuchte Wiesen oder lichte Waelder. Die Pflanze waechst ausdauernd und erreicht meist Hoehen zwischen 20 und 50 Zentimetern. Eine Besonderheit ist ihre Lebensweise mit einer AM-Mykorrhiza (Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln), die ihr hilft, Naehrstoffe auch an kargen Standorten effizient aufzunehmen.
1 Video zu Nordisches Labkraut

4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
5 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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