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Familie: Mysidae
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Wenn du dich am Ufer aufhältst, hast du vielleicht schon einmal diese kleinen, fast durchsichtigen Krebstiere bemerkt, die man gemeinhin als Schwebegarnelen bezeichnet. Gastrosaccus sanctus gehört zur Familie der Mysidae, einer Gruppe von Kleinkrebsen, die eng mit den bekannten Garnelen verwandt sind, aber eine eigene ökologische Nische besetzen. Sie erreichen eine Körperlänge von wenigen Millimetern und wirken durch ihre transparente Gestalt im Wasser fast unsichtbar. Diese Tiere besitzen einen sogenannten Marsupium, einen Brutraum unter dem Thorax, also dem vorderen Körperabschnitt, in dem die Weibchen ihre Eier und Larven bis zum Schlupf mit sich tragen. Sie ernähren sich vorwiegend von organischem Material, das sie aus dem Wasser oder vom Gewässergrund filtern.
Die Aktivität von Gastrosaccus sanctus richtet sich nach der Wassertemperatur und dem Nahrungsangebot im Gewässer. Im Frühjahr, wenn die Temperaturen steigen, beginnt die Fortpflanzungsphase, bei der die Weibchen die Brut im Marsupium tragen. Während des Sommers ist die Stoffwechselrate aufgrund des warmen Wassers erhöht, was zu einer schnelleren Entwicklung führt. Zum Spätherbst hin ziehen sich die Populationen oft in tiefer gelegene oder stabilere Zonen des Gewässergrundes zurück, um den winterlichen Bedingungen zu entgehen, wobei die Tiere im Vergleich zu terrestrischen, also an Land lebenden Arten, keine klassischen Ruhephasen in Form von Winterschlaf kennen.
Da es sich bei Gastrosaccus sanctus um ein aquatisches Kleintier handelt, das ausschließlich in marinen oder brackigen Lebensräumen vorkommt, ist eine direkte Interaktion im heimischen Garten nicht möglich. Naturschutzaspekte betreffen hier primär den Erhalt der Wasserqualität in naturnahen Teichanlagen oder das Vermeiden von Einträgen in angrenzende Fließgewässer, die indirekt auch anspruchsvolle Kleinkrebse beeinflussen könnten. Es handelt sich um ein ökologisch spezialisiertes Tier, das keine Gefährdung darstellt und keinerlei chemische Bekämpfung erfordert.
Gastrosaccus sanctus ist ein Vertreter der Ordnung Mysidacea. Diese Krebse zeichnen sich durch ihre stieläugigen, beweglichen Augen aus, die ihnen eine präzise Wahrnehmung ihrer Umgebung ermöglichen. Ein wesentliches Merkmal der Gattung Gastrosaccus ist die spezifische Ausbildung der Pleopoden, der Schwimmbeine am Hinterleib, die bei den Männchen oft stark verlängert sind. Sie sind meist in flachen Küstengewässern oder Ästuaren, also Mündungsgebieten von Flüssen in das Meer, anzutreffen, wo sie den Bodenkontakt als Schutz vor der Strömung nutzen.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 16.05.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.