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Gentiana lutea subsp. lutea
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Auch bekannt als: Gentiana lutea subsp. lutea
2
Arten
interagieren
2
Interaktionen
dokumentiert
Wer den Gelben Enzian (Gentiana lutea) einmal gesehen hat, vergisst ihn nicht: Auffällig sind seine etagenartig angeordneten, goldgelben Blütenräder und die kräftigen, kreuzgegenständigen (sich gegenüberstehend angeordneten) Blätter. Im Naturgarten ist er eine ökologische Kostbarkeit, da er als Lebensgrundlage für spezialisierte Schmetterlinge wie den Goldenen Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und den Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) dient. Da er auf der Roten Liste mit Stufe 3 (gefährdet) steht, leisten Sie mit seiner Pflanzung einen echten Beitrag zum Artenschutz. Geben Sie dieser imposanten Staude Zeit zum Wachsen, sie wird es Ihnen mit jahrzehntelanger Treue danken.
Ein Jahrhundert-Enzian: Majestätische Blütenquelle für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Gelbe Enzian eine lebenswichtige Ressource für seltene Tagfalter. Besonders der Goldene Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Graubündner Scheckenfalter (Melitaea varia) nutzen die Pflanze als Nektarquelle. Eine Besonderheit ist die Symbiose mit AM-Mykorrhiza (einem speziellen Bodenpilz), der die Nährstoffaufnahme auf mageren Böden optimiert. Im Winter bieten die hohlen, stabilen Stängel wertvolle Überwinterungsplätze für Insektenlarven, während die Samenstände von Vögeln aufgesucht werden. Durch sein hohes Alter von bis zu 60 Jahren bietet er eine extrem langfristige Futterquelle im Gartenökosystem.
Achtung: Die Pflanze ist nicht kindersicher und sollte nicht verzehrt werden. Vor der Blüte besteht Verwechslungsgefahr mit dem hochgiftigen Weißen Germer (Veratrum album). Unterscheiden lassen sie sich an der Blattstellung: Beim Enzian stehen die Blätter paarweise gegenüber (gegenständig), beim Germer sind sie wechselständig (versetzt) am Stängel angeordnet.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,758 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Der Gelbe Enzian gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Er besiedelt natürlicherweise kalkhaltige Magerwiesen und Bergweiden der Gebirge. Charakteristisch ist sein langsames Wachstum und die Ausbildung einer mächtigen Pfahlwurzel, die bis zu einem Meter tief reichen kann. Die Pflanze erreicht eine stattliche Höhe von bis zu 1,50 Metern und trägt bläulich-grün bereifte, breit-elliptische Blätter, die sich deutlich von der Umgebung abheben.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.