Bild folgtKI-generierte IllustrationGentianopsis ciliata subsp. ciliata
Auch bekannt als: Gentianopsis ciliata subsp. ciliata
4
Arten
interagieren
4
Interaktionen
dokumentiert
An den tief gefransten, leuchtend blauen Blütenblättern lässt sich der Fransenenzian (Gentianopsis ciliata) sofort erkennen. Er ist ein spätes Juwel für den Garten, das erst dann zur Höchstform aufläuft, wenn viele andere Stauden bereits welken. Da die Art auf der Vorwarnliste der Roten Liste steht, leistest du mit ihrer Ansiedlung einen wertvollen Beitrag zum Erhalt unserer heimischen Flora. Besonders seltene Schmetterlinge wie der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) profitieren von diesem späten Nektarangebot. Mit seiner kompakten Wuchsform passt er wunderbar in kleine Nischen oder Steingärten. Traust du dich an diesen besonderen Charakterkopf heran?
Blaues Herbstwunder: Die späte Rettung für seltene Scheckenfalter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Fransenenzian eine lebenswichtige Tankstelle für spezialisierte Falter. Besonders der Skabiosen-Scheckenfalter (Euphydryas aurinia) und der Walliser Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die blauen Blüten gezielt auf. Auch der Kleine Sonnenröschen-Bläuling (Aricia agestis) und die Berglandhummel (Bombus pyrenaeus) gehören zu den regelmäßigen Besuchern. Seine Samen sind mit nur 0.12 mg extrem leicht, was eine Windausbreitung über weite Strecken ermöglicht. Wenn du die verblühten Triebe über den Winter stehen lässt, bietest du den Samen die Chance, sich im Garten selbst zu versäen und schaffst gleichzeitig Strukturen für überwinternde Insekten.
Der Fransenenzian ist nicht als kindersicher eingestuft und sollte daher außerhalb der Reichweite von Kleinkindern gepflanzt werden. Wie viele Enziangewächse enthält er Bitterstoffe, die bei versehentlichem Verzehr Magen-Darm-Beschwerden auslösen können. Ein bewusster Umgang und das Händewaschen nach Gartenarbeiten sind völlig ausreichend.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
—
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.227 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort, idealerweise einen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Der Boden muss kalkreich und mager (nährstoffarm) sein; schwere Lehmböden solltest du mit Sand oder feinem Kies abmagern.
Achte auf eine gute Drainage (Wasserabfluss), damit im Winter keine Staunässe an den Wurzeln entsteht.
Pflanzzeit Frühling: Setze junge Pflanzen zwischen März und Mai, sobald der Boden bearbeitbar ist.
Pflanzzeit Herbst: Auch von September bis November ist eine Pflanzung möglich, solange kein Bodenfrost herrscht.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 15 bis 20 cm ein, um der Pflanze ausreichend Raum zu geben.
Verzichte komplett auf mineralische Dünger, da diese die lebensnotwendigen Bodenpilze schädigen.
Gute Partnerin: Die Echte Schlüsselblume (Primula veris) – sie teilt die Vorliebe für Kalk und ergänzt das Beet durch ihre frühe Blütezeit im Frühjahr.
Der Fransenenzian gehört zur Familie der Enziangewächse (Gentianaceae). In der Natur findet man ihn in Deutschland, Österreich und der Schweiz vor allem auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und an kalkreichen Böschungen. Auffällig ist seine Wuchshöhe von genau 0.23 m und die markanten, vierzähligen Blüten, deren Ränder fein bewimpert sind. Er geht im Boden eine Verbindung mit AM-Mykorrhiza (ein nützlicher Wurzelpilz) ein, was ihm hilft, auf kargen Standorten Nährstoffe zu erschließen.
4 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →