Bild folgtKI-generierte IllustrationGeranium columbinum
Auch bekannt als: Stein-Storchschnabel, pied de pigeon
9
Arten
interagieren
12
Interaktionen
dokumentiert
An seinen tief fiederteiligen Blättern, die fast bis zum Grund eingeschnitten sind, lässt sich der Tauben-Storchschnabel sofort erkennen. Wer genau hinsieht, bemerkt zudem die zarten, violettrosa Blüten, die typisch für Storchschnabelgewächse (Geraniaceae) sind. Für deinen Naturgarten ist er ein echter Gewinn, da er speziell auf trockenen Standorten eine wichtige Nahrungsquelle bietet. Er lockt gezielt Bestäuber wie die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum) an, die auf solche Nischen angewiesen ist. Wenn du also eine sonnige, eher karge Stelle im Garten hast, auf der sonst wenig gedeiht, ist dieser zierliche Überlebenskünstler genau die richtige Wahl für dich.
Zierlicher Trockenkünstler: Ein Muss für die Feldweg-Schmalbiene auf Kalkböden.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist der Tauben-Storchschnabel eine wichtige Anlaufstelle für die Feldweg-Schmalbiene (Lasioglossum malachurum). Seine Blütezeit im Juni und Juli schließt eine wertvolle Lücke im Hochsommerangebot. Die Ausbreitung erfolgt über sehr leichte Samen mit einem Gewicht von etwa 3,7712 mg, was eine Fernausbreitung durch den Wind ermöglicht. So findet die Pflanze selbstständig neue Lücken im Garten. In den Wintermonaten dienen die stehengelassenen Fruchtstände oft als Versteck für kleine Wirbellose. Auch wenn keine spezifischen Vogeldaten vorliegen, tragen die Samen zur allgemeinen Biodiversität bei.
Bitte beachte, dass der Tauben-Storchschnabel laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft wird. Auch wenn keine schweren Vergiftungen bekannt sind, solltest du ihn vorsichtshalber nicht in die direkte Nähe von Kleinkinderspielflächen setzen. Im Zweifelsfall oder bei versehentlichem Verzehr kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Für Haustiere liegen keine spezifischen Warnhinweise vor, Vorsicht ist jedoch ratsam.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.284 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 8: Wähle einen vollsonnigen Platz mit mindestens sechs Stunden direktem Sonnenlicht.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein; Staunässe unbedingt vermeiden.
Ellenberg Reaktion 7: Er bevorzugt kalkhaltige (basische) Böden; gib bei Bedarf etwas Algenkalk hinzu.
Boden: Ein normaler Gartenboden (Mittelzehrer) ohne zusätzliche Düngung ist ideal.
Pflanzzeit: Setze die Pflanze im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchshöhe: Plane mit einem Platzbedarf für eine Höhe von exakt 0,28 m ein.
Pflege: Da er sich über leichte Samen (Diasporen) selbst aussät, solltest du Verblühtes stehen lassen.
Gute Partnerin: Die Aufrechte Trespe (Bromus erectus) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige Trockenrasen und bildet einen schönen, natürlichen Kontrast.
Der Tauben-Storchschnabel (Geranium columbinum) gehört zur Familie der Storchschnabelgewächse und ist in Deutschland, Österreich sowie der Schweiz indigen (einheimisch). Er besiedelt bevorzugt Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) und sonnige Säume. Botanisch zeichnet er sich als krautige, nicht verholzte Pflanze mit einer Wuchshöhe von genau 0,28 m aus. Seine Blätter sind breitblättrig und sehr tief geteilt, was ihm ein fast filigranes Aussehen verleiht. Trotz seiner Zierlichkeit ist er ein robuster Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde und als heimisch gilt).
1 Video zu Tauben-Storchschnabel

8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →