
Consolida regalis
Auch bekannt als: Acker-Rittersporn, Ackerrittersporn, Gewöhnlicher Feldrittersporn
10
Arten
interagieren
57
Interaktionen
dokumentiert
1
Wirtsbeziehungen
Arten
Schon von weitem fällt der Feld-Rittersporn (Consolida regalis) durch seine tief violettblauen Blüten auf, die an fein verzweigten Stielen sitzen. Als bedrohter Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) ist er ein wichtiger Bestandteil unserer Artenvielfalt und steht auf der Rote Liste 3 (gefährdet). Er dient als Lebensraum für spezialisierte Bodenbewohner wie den Rotbeinigen Feldlaufkäfer oder den Laufkäfer Harpalus affinis. Wenn du diese Pflanze in deinem Garten ansiedelst, schaffst du eine wertvolle Insel für eine verschwindende Ackerwildkraut-Art. Du wirst sehen, wie das intensive Blau deinem Beet eine ganz besondere Tiefe verleiht.
Blaues Juwel der Äcker: Schütze eine gefährdete Art in deinem Garten.
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Der Feld-Rittersporn ist eine wichtige Nahrungsquelle für langrüsselige Insekten, die an den tief liegenden Nektar gelangen können. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren besonders Laufkäfer wie der Rotbeinige Feldlaufkäfer und Harpalus affinis von den Beständen dieser Art. Auch der Große Asselfresser findet in der Umgebung dieser Pflanze einen geeigneten Lebensraum. Da die Art auf der Rote Liste 3 (gefährdet) geführt wird, hat jedes Vorkommen im Garten eine hohe Schutzrelevanz. Die Samen dienen im Winter zudem als Nahrung für Vögel, sofern die trockenen Fruchtstände nicht vorzeitig abgeschnitten werden.
Achtung, der Feld-Rittersporn ist nicht kindersicher. Wie fast alle Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) enthält er Giftstoffe, weshalb beim Umgang mit der Pflanze Vorsicht geboten ist. Eine Verwechslungsgefahr mit ungiftigen Gartenpflanzen besteht aufgrund der markanten, gespornten Blütenform kaum.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.277 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen, warmen Standort in deinem Garten.
Der Boden sollte kalkhaltig (alkalisch) und eher durchlässig sein.
Pflanzzeit: Säe die Samen im März bis Mai oder im September bis November direkt ins Freiland.
Da der Feld-Rittersporn einjährig ist, vermehrt er sich im Garten am besten durch Selbstaussaat.
Lasse die verblühten Triebe im Herbst unbedingt stehen, damit die Samen ausreifen können.
Eine Düngung ist in normalem Gartenboden meist nicht notwendig, da die Art an karge Standorte angepasst ist.
Achte darauf, den Boden im zeitigen Frühjahr nicht zu stark zu hacken, um die jungen Keimlinge nicht zu zerstören.
Die Pflanze ist nicht kindersicher und sollte daher nicht in Reichweite kleiner Kinder stehen.
Gute Partnerin: Die Echte Kamille (Matricaria chamomilla) - beide stammen aus der Segetalflora (Ackerwildkraut-Gemeinschaft) und ergänzen sich ökologisch hervorragend.
Der Feld-Rittersporn gehört zur Familie der Hahnenfußgewächse (Ranunculaceae) in der Ordnung der Hahnenfußartigen (Ranunculales). Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise kalkhaltige Äcker und Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Morphologisch auffällig ist der namensgebende Nektarsporn der Blüte sowie die fadenförmig zerteilten Blätter. Die Pflanze geht eine AM (Arbuskuläre Mykorrhiza - eine Symbiose zwischen Pilzen und Pflanzenwurzeln) ein, um die Nährstoffaufnahme zu verbessern.
1 Video zu Feld-Rittersporn

7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1851254317
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