
Glebionis segetum
14
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
An den leuchtend goldgelben Blüten, die wie kleine Sonnen wirken, lässt sich die Saat-Wucherblume (Glebionis segetum) sofort erkennen. Auffällig sind zudem ihre fleischigen, blaugrünen Blätter, die im Sonnenlicht einen wunderbaren Kontrast bilden. In Deinem Naturgarten ist sie ein wichtiger Beitrag zum Artenschutz, da sie auf der Vorwarnliste (V) der Roten Liste steht. Bestäuber wie die Waldhummel (Bombus sylvarum) oder die seltene Dichtpunktierte Goldfurchenbiene (Halictus punctatissimus) sind auf solche heimischen Schätze angewiesen. Wenn Du eine unkomplizierte Blume suchst, die Deinen Garten zum Leuchten bringt, ist sie die ideale Wahl.
Goldener Archäophyt: Eine seltene Sommeroase für Waldhummel und Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Saat-Wucherblume eine wertvolle Tankstelle für spezialisierte Insekten. Besonders die Waldhummel (Bombus sylvarum) und die Steinhummel (Bombus lapidarius) besuchen die gelben Blüten regelmäßig. Auch die Dichtpunktierte Goldfurchenbiene (Halictus punctatissimus) nutzt das Angebot an Pollen und Nektar intensiv. Unter den Tagfaltern ist der Hauhechel-Bläuling (Polyommatus icarus) ein häufiger Gast. Da sie ihre Hauptblütezeit im Juli hat, bietet sie Nahrung in einer Phase, in der viele andere Wiesenblumen bereits verblüht sind.
Achte darauf, dass die Saat-Wucherblume als nicht kindersicher eingestuft wird. Sie enthält wie viele Korbblütler Stoffe, die bei empfindlicher Haut Kontaktallergien (Hautreizungen bei Berührung) auslösen können. Ein Verzehr der Pflanzenteile sollte vermieden werden, weshalb sie außerhalb der direkten Reichweite von Kleinkindern stehen sollte.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Okt
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.37 m
Wähle für die Saat-Wucherblume einen Platz in der vollen Sonne, damit sie kräftig blüht.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) und als Mittelzehrer (Pflanze mit mäßigem Nährstoffbedarf) beschaffen sein – normaler Gartenboden reicht völlig aus.
Die beste Zeit für die Aussaat im Freiland ist zwischen März und Mai, sobald der Boden offen und frostfrei ist.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest Du die verblühten Köpfe im Spätsommer unbedingt stehen lassen.
So kann sie sich selbst aussäen und im nächsten Jahr wieder an derselben Stelle erscheinen.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, da die Pflanze nach der Samenreife auf natürliche Weise vergeht.
Eine gute Partnerin ist die Kornblume (Cyanus segetus) – beide sind typische Ackerbegleitpflanzen (Pflanzen der traditionellen Feldflur) und teilen sich ähnliche Standortansprüche.
Diese Kombination wirkt ökologisch wertvoll und optisch wie eine bunte Sommerwiese.
Die Saat-Wucherblume gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Sie wird als Archäophyt (Pflanze, die bereits im Altertum durch den Menschen eingewandert ist) eingestuft und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. In der Natur besiedelt sie bevorzugt kalkarme Äcker und Brachen (unbewirtschaftete Flächen). Ein besonderes Merkmal sind ihre Blütenkörbe, bei denen sowohl die äußeren Zungenblüten als auch die inneren Röhrenblüten einheitlich kräftig gelb gefärbt sind, was sie von anderen Gänseblümchen-Verwandten unterscheidet.
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11 Arten interagieren mit dieser Pflanze
3 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
•Foto: © Adobe Stock / AdobeStock_1035769283
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