
Glis glis (Linnaeus, 1766)
3
Pflanzen
besucht
3
Interaktionen
dokumentiert
Der Siebenschläfer (Glis glis) ist etwa rattengroß, besitzt ein graues Fell mit weißer Unterseite sowie einen auffällig buschigen Schwanz und klettert geschickt durch das Geäst. In Deinem Garten hält er sich bevorzugt in alten Obstbäumen, Laubwäldern oder auch in Deinem Dachboden auf. Er gehört zur Gruppe der Allesfresser, wobei pflanzliche Kost einen großen Teil seines Speiseplans ausmacht. Du findest ihn oft dort, wo die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana), die Echte Walnuss (Juglans regia) oder die Weinrebe (Vitis vinifera subsp. vinifera) wachsen. Da er nachtaktiv (während der Nachtstunden tätig) ist, bekommst Du ihn selten zu Gesicht, hörst ihn aber vielleicht nachts im Gebälk poltern. Den Winter überbrückt das Tier durch einen monatelangen Winterschlaf (Absenken der Körpertemperatur und des Herzschlags), den es oft tief im Erdboden oder in frostfreien Hohlräumen verbringt. Im Februar befindet sich das Tier noch mitten in dieser tiefen Ruhephase. Um ihm zu helfen, kannst Du alte Bäume mit Baumhöhlen erhalten oder spezielle Bilchkasten anbringen. Ein naturnaher Garten mit heimischen Gehölzen bietet ihm ausreichend Verstecke und Nahrungsquellen. Achte darauf, Zugänge zum Wohnhaus abzudichten, falls Du die nächtlichen Wanderungen im Gebälk vermeiden möchtest.
Klicken hebt Verbindungen hervor · Nochmals klicken öffnet die Artenseite
Netzwerk wird geladen...
Der Siebenschläfer steht unter allgemeinem Artenschutz und darf nicht ohne triftigen Grund gefangen oder getötet werden. Sollte er im Haus stören, ist eine fachgerechte Aussperrung im Frühjahr sinnvoller als eine eigenmächtige Umsiedlung. Bei direktem Kontakt kann er zur Verteidigung kräftig zubeißen.
Der Siebenschläfer (Glis glis (Linnaeus, 1766)) gehört zur Familie der Bilche (Gliridae) innerhalb der Ordnung der Nagetiere. Er ist in weiten Teilen Mitteleuropas, von Deutschland bis nach Österreich und in die Schweiz, heimisch. Mit einer Körperlänge von bis zu 19 Zentimetern und einem fast ebenso langen Schwanz ist er der größte heimische Bilch. Seine Lebensweise ist streng baumbewohnend und weitgehend auf die Nachtstunden beschränkt.
3 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Foto: © Benny Trapp / Adobe Stock
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →