Bild folgtKI-generierte IllustrationCorylus avellana
Auch bekannt als: Gemeine Hasel, Haselnuss, Haselnussstrauch, Gewöhnliche Haselnuss, Waldhasel, Haselstrauch
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Auffällig sind die hängenden, gelben Kätzchen, die oft schon im Januar an den noch kahlen Zweigen der Gewöhnlichen Hasel (Corylus avellana) erscheinen. Als einer der ersten Pollenlieferanten des Jahres ist dieser Strauch für das Erwachen der Natur nach dem Winter unverzichtbar. Besonders Schmetterlingsraupen wie die des Buchen-Zahnspinners (Drymonia querna) oder der Umbra-Sonneneule (Pyrrhia umbra) sind auf die Blätter als Nahrung angewiesen. Auch kleine Säugetiere wie die Rötelmaus (Myodes glareolus) schätzen die Früchte als energiereiche Kost. Wenn du einen robusten, heimischen Strauch suchst, der echtes Leben in deinen Garten bringt, ist die Hasel die richtige Wahl für dich.
Erster Pollenspender im Jahr und Kinderstube für acht prächtige Falterarten.
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Die Hasel ist eine Schlüsselart für die heimische Fauna. Insgesamt acht Falterarten nutzen sie als Raupenfutter, darunter der Ringelspinner (Malacosoma neustria) und die Gelbfleck-Waldschatteneule (Euplexia lucipara). Auch Käfer wie der Kleine Eichenbock (Cerambyx scopolii) und die seltene Art Microrhagus pygmaeus sind an ihr zu finden. Während Vögel wie die Schwanzmeise (Aegithalos caudatus) im Geäst Schutz suchen, bietet der Strauch der Rötelmaus (Myodes glareolus) durch seine Nüsse eine lebenswichtige Energiequelle. Sogar die Unbewehrte Kegelbiene (Coelioxys inermis) gehört zu den Besuchern dieser ökologisch wertvollen Pflanze.
Die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher geführt. Dies liegt vor allem an dem hohen allergischen Potenzial der Pollen für Heuschnupfler und der Gefahr des Verschluckens ganzer Nüsse bei Kleinkindern. Eine Verwechslungsgefahr mit giftigen Wildsträuchern besteht bei Kenntnis der typischen, doppelt gesägten Blattform und der Kätzchenblüte praktisch nicht.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jan – Mär
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Strauch/Baum
Verholzung
Verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
3.93 m
Wähle für die Hasel einen Standort im Halbschatten, dort gedeiht sie am zuverlässigsten.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein; achte darauf, dass die Erde nie über längere Zeit völlig austrocknet.
Als Mittelzehrer (Pflanze mit durchschnittlichem Nährstoffbedarf) benötigt sie keine übermäßigen Düngergaben, normaler Gartenboden reicht völlig aus.
Die beste Pflanzzeit ist im Frühjahr von März bis Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden nicht gefroren ist.
Ein regelmäßiger Rückschnitt ist möglich, um den Strauch zu verjüngen, aber kein Muss.
Die Vermehrung lässt sich im Garten einfach über Absenker (Zweige, die am Boden angewurzelt sind) bewerkstelligen.
Achte bei der Pflanzung auf ausreichend Platz, da der Strauch mit den Jahren recht breit werden kann.
Gute Partnerin: Die Hohe Schlüsselblume (Primula elatior) ist eine ideale Nachbarin, da sie ähnliche Ansprüche an frische Böden stellt und im lichten Schatten der Hasel prächtig blüht.
Die Gewöhnliche Hasel (Corylus avellana) ist ein in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreiteter, indigener (einheimischer) Strauch. Er wächst meist mehrstämmig als aufrechter Busch und erreicht oft beachtliche Breiten. Die Pflanze ist als Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits heimisch war) fest in unserer Landschaft verankert und gilt laut Roter Liste als ungefährdet. Typisch ist die sehr frühe Blütezeit von Januar bis März, die noch vor dem Laubaustrieb der rundlichen, wechselständig angeordneten Blätter stattfindet.
1 Video zu Gewöhnliche Hasel

20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
93 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
50 weitere Arten besuchen die Blüten
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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