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Familie: Glyphipterigidae
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Stell dir einen winzigen Falter vor, der an einem sonnigen Junimorgen auf einer Doldenblüte sitzt und im Licht metallisch aufblitzt – das ist Glyphipterix simpliciella, eine der kleinen Rundstirnmotten. Mit einer Flügelspannweite von kaum einem Zentimeter gehört sie zu den unscheinbaren, aber faszinierenden Gästen naturnaher Gärten. Die Vorderflügel sind dunkelbraun und tragen helle, oft silbrig glänzende Querbinden, die dem Tier ein zierliches Muster verleihen. Du findest die Falter vor allem an trockenen, grasigen Ecken, wo sie auf Blüten wie Wiesenkerbel oder Schafgarbe Nektar saugen.
Die erwachsenen Falter fliegen von Mai bis Juli, mit einem Schwerpunkt im Juni. Nach der Paarung legen die Weibchen die Eier an Gräsern ab. Die Raupen schlüpfen im Sommer und fressen im Inneren von Grashalmen oder Blattscheiden, wo sie geschützt vor Feinden heranwachsen. Sie überwintern als Raupe im Grasbestand und verpuppen sich im Frühjahr. Nach kurzer Puppenruhe schlüpfen im Mai die neuen Falter, und der Kreislauf beginnt von vorn.
Der Falter ist nicht besonders geschützt, aber wie alle heimischen Insekten ist er auf strukturreiche Lebensräume angewiesen. Verzichte in deinem Garten auf Insektizide und chemische Dünger, damit sich die Raupen in den Gräsern entwickeln können. Wenn du eine Wiesenfläche hast, mähe sie abschnittsweise und nicht vor Juli, um den Entwicklungszyklus nicht zu unterbrechen. Ein ungedüngter, magerer Grasstreifen mit Blütenpflanzen ist für diese Art wichtiger als ein kurzgeschorener Rasen.
Wissenschaftlicher Name: Glyphipterix simpliciella (Stephens, 1834). Familie: Glyphipterigidae (Rundstirnmotten). Größe: Flügelspannweite etwa 9 bis 12 Millimeter. Aussehen: Schmale, dunkel gefärbte Vorderflügel mit metallisch schimmernden Querlinien; Hinterflügel einfarbig graubraun. Lebensraum: Magere Wiesen, Wegränder, naturnahe Gärten mit ungedüngten Grasflächen. Nahrung der Raupen: verschiedene Süßgräser (Poaceae), in deren Halmen oder Blattscheiden sie minieren. Die Falter saugen Nektar, besonders an Doldenblütlern. Verbreitung: Europa, in Deutschland weit verbreitet und ungefährdet.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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Stand: 02.09.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.