Bild folgtKI-generierte IllustrationBrunnera macrophylla
Auch bekannt als: Kaukausus-Vergissmeinnicht
5
Arten
interagieren
8
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht (Brunnera macrophylla) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Seine großen, herzförmigen Blätter und die zierlichen, himmelblauen Blütenwolken sind im schattigen Frühlingsgarten unverwechselbar. Diese Staude ist nicht nur eine Zierde, sondern eine wichtige Nahrungsquelle für Insekten im zeitigen Jahr. Besonders der Kleine Kohlweißling (Pieris rapae) und die Rostrote Mauerbiene (Osmia cornuta) profitieren von dem frühen Nektarangebot. Die Pflanze ist ideal, wenn du eine robuste Lösung für halbschattige Gartenbereiche suchst. Mit ihrer Hilfe schaffst du schon früh im Jahr wertvolle Lebensräume.
Himmelblaue Frühlingswolken: Eine wichtige Tankstelle für die Sandhummel.
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In den Monaten April und Mai bietet diese Pflanze ein wichtiges Nahrungsangebot für diverse Bestäuber. Nach aktuellen Bestäubungsdaten wird sie regelmäßig vom Kleinen Kohlweißling (Pieris rapae) besucht. Auch die Honigbiene und solitäre Wildbienen wie die Rostrote Mauerbiene (Osmia cornuta) finden hier Nahrung. Besonders hervorzuheben ist der Nutzen für die Sandhummel (Bombus veteranus), die auf frühe Blühpflanzen angewiesen ist. Da die Pflanze dichte Bestände bildet, bietet sie zudem einen kühlen Rückzugsort für Bodenlebewesen während der ersten warmen Frühlingstage.
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht wird als nicht kindersicher eingestuft. Es enthält Inhaltsstoffe, die bei Verzehr zu Unwohlsein führen können, weshalb im Garten mit kleinen Kindern Vorsicht geboten ist. Eine direkte Verwechslungsgefahr mit stark giftigen Arten besteht aufgrund der sehr markanten, großen Blattform kaum.
Licht
—
Feuchtigkeit
—
Boden
—
Blütezeit
Apr – Mai
Bioregion
Continental
Das Kaukasusvergissmeinnicht bevorzugt einen Standort im Halbschatten oder Schatten auf frischem, humusreichem Boden (Erde mit hohem Anteil an zersetzten Pflanzenteilen).
Pflanzzeit: Setze die Staude idealerweise zwischen März und Mai oder im Herbst von September bis November, solange der Boden offen ist.
Pflege: Die Pflanze ist sehr pflegeleicht; das große Laub unterdrückt wirksam unerwünschte Beikräuter.
Mykorrhiza: Sie geht eine Symbiose vom Typ AM (arbuskuläre Mykorrhiza, eine Form der Lebensgemeinschaft zwischen Pilzen und Wurzeln) ein, was sie widerstandsfähiger macht.
Vermehrung: Eine Teilung des Wurzelstocks im zeitigen Frühjahr ist problemlos möglich.
Kombinationsempfehlung: Gute heimische Partner sind der Wurmfarn (Dryopteris filix-mas) oder der Waldmeister (Galium odoratum). Diese Arten teilen die Vorliebe für kühle, schattige Plätze und ergänzen das Kaukasusvergissmeinnicht optisch sowie ökologisch perfekt im Unterwuchs deiner Gehölze.
Das Großblättrige Kaukasusvergissmeinnicht gehört zur Familie der Raublattgewächse (Boraginaceae), einer Gruppe, die oft durch eine borstige Behaarung auffällt. Es ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz verbreitet und besiedelt bevorzugt frische Standorte im lichten Schatten von Gehölzen. Charakteristisch ist der horstbildende Wuchs (in dichten Büscheln wachsend) und die markante Blattstruktur. Trotz der optischen Ähnlichkeit ist es eine eigenständige Gattung und nicht direkt mit dem echten Vergissmeinnicht verwandt.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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