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Gymnadenia borealis
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Auch bekannt als: Gymnadenia borealis
Wer die Berg-Mücken-Händelwurz (Gymnadenia borealis) einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihrem dichten, purpurrosa Blütenstand und dem intensiven, wohlriechenden Duft ist sie eine wahre Kostbarkeit. Diese Orchidee ist für deinen Naturgarten besonders wertvoll, da sie als spezialisierte Art ein wichtiges Element der gebietsfremd Artenvielfalt darstellt. Da sie auf ganz bestimmte Lebensbedingungen angewiesen ist, zeigt sie dir an, dass dein Garten ein wertvoller Rückzugsort für seltene Pflanzen ist. Bitte beachte jedoch, dass die Pflanze nicht als kindersicher gilt. Wenn du dieser seltenen Schönheit einen Platz einräumst, holst du dir ein echtes Stück alpiner Natur direkt vor das Haus.
Ein duftendes Juwel: Hol dir die seltene Berg-Orchidee in deinen Garten.
In deinem Garten übernimmt diese Orchidee eine wichtige Rolle für spezialisierte Bestäuber. Ihr intensiver Duft und der tief liegende Nektar in den Spornen sprechen gezielt Insekten mit langen Mundwerkzeugen an. Durch die späte Blütezeit im Hochsommer schließt sie eine wichtige Lücke im Nahrungsangebot deines Gartens. Die Pflanze ist zudem ein hervorragendes Beispiel für die komplexe Vernetzung im Boden, da sie für ihr Wachstum auf spezifische Mikroorganismen angewiesen ist. Mit der Ansiedlung dieser gefährdeten Art unterstützt du aktiv den Erhalt der genetischen Vielfalt unserer heimischen Flora.
Die Berg-Mücken-Händelwurz ist nicht kindersicher. In Haushalten mit kleinen Kindern ist daher Vorsicht geboten und die Pflanze sollte außerhalb der Reichweite gepflanzt werden. Eine Verwechslung mit stark giftigen Arten ist aufgrund der markanten Orchideenblüte für Gartenbesitzer eher unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
—
Blütezeit
Jun – Aug
Die Berg-Mücken-Händelwurz gehört zur Familie der Orchideengewächse (Orchidaceae) und ist eng mit der bekannteren Mücken-Händelwurz verwandt. Sie ist vorwiegend in den kühleren Regionen und Gebirgslagen Deutschlands, Österreichs und der Schweiz auf Magerrasen (nährstoffarme Wiesen) zu finden. Auffällig ist ihr kompakter Wuchs und die Lippenblüten, die einen markanten, fadenförmigen Sporn (eine röhrenförmige Ausstülpung der Blüte) aufweisen. Als ausdauernde, krautige Pflanze bildet sie unterirdische Knollen aus, die an eine menschliche Hand erinnern, was ihr den deutschen Namen Händelwurz einbrachte.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 18.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.