Bild folgtKI-generierte IllustrationGypsophila paniculata
Auch bekannt als: Schleier-Gipskraut, Rispiges Gipskraut
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Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Schleierkraut (Gypsophila paniculata) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Mit seinen unzaehligen, winzigen weissen Blueten wirkt es wie ein filigraner Nebelschleier im Beet. Obwohl die Pflanze oekologisch als Neophyt (eine nach 1492 eingefuehrte Art) gilt, bietet sie spezialisierten Insekten wie dem Sechsbindigen Bienenwolf (Philanthus triangulum) wertvolle Nahrung. Auch die imposante Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) laesst sich an den feinen Bluetenwolken beobachten. Mit dieser Staude holst du dir eine pflegeleichte Schoenheit in den Garten, die besonders an sonnigen Plaetzen ihre Wirkung entfaltet. Du tust damit aktiv etwas fuer die Artenvielfalt auf kleinstem Raum.
Zarter Bluetennebel als wertvolle Nektarquell fuer die Haarige Dolchwespe.
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Nach aktuellen Bestaeubungsdaten ist das Schleierkraut eine wichtige Nahrungsquelle fuer verschiedene Fluginsekten. Besonders die Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) und der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) fliegen die winzigen Einzelblueten gerne an. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) nutzen das Angebot an Pollen und Nektar. Da die Blueten sehr flach und leicht zugaenglich sind, profitieren vor allem Insekten mit kurzen Mundwerkzeugen, die an tieferen Bluetenroehren keine Nahrung finden wuerden.
Das Schleierkraut (Gypsophila paniculata) ist nicht als kindersicher eingestuft. Es enthaelt Saponine (seifenartige Pflanzenstoffe), die bei Hautkontakt Reizungen und bei Verzehr Uebelkeit verursachen koennen. In Gaerten mit kleinen Kindern solltest du daher darauf achten, dass keine Pflanzenteile in den Mund gelangen. Eine Verwechslung mit giftigen Wildpflanzen ist aufgrund der markanten Wuchsform unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.76 m
Waehle fuer dein Schleierkraut einen Standort in der vollen Sonne.
Der Boden sollte trocken sein und eine normale Naehrstoffmenge aufweisen, da die Pflanze ein Mittelzehrer (Pflanze mit mittlerem Naehrstoffbedarf) ist.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Fruehjahr von Maerz bis Mai oder im Herbst bis Ende November, sofern der Boden nicht gefroren ist.
Achte auf eine gute Durchlaessigkeit des Untergrunds, um Staunaesse (Ansammlung von Wasser im Wurzelbereich) zu vermeiden.
Da die Pflanze tief wurzelt, solltest du sie nach dem Anwachsen nicht mehr umpflanzen.
Im zeitigen Fruehjahr kannst du die vertrockneten Triebe des Vorjahres knapp ueber dem Boden zurueckschneiden.
Eine Vermehrung ist durch Aussaat oder im Sommer durch Stecklinge moeglich.
Gute Partnerin: Der Gewoehnliche Natternkopf (Echium vulgare) ist eine hervorragende Begleitpflanze. Beide teilen die Vorliebe fuer trockene, sonnige Plaetze und ergaenzen sich optisch sowie oekologisch als wichtige Nektarquellen.
Das Schleierkraut (Gypsophila paniculata) gehoert zur Familie der Nelkengewaechse (Caryophyllaceae). In Deutschland, Oesterreich und der Schweiz ist die Art mittlerweile fest etabliert und kommt auf sonnigen, trockenen Standorten vor. Charakteristisch ist der buschige, fast kugelartige Wuchs mit den extrem stark verzweigten, feinen Stielen. Die Pflanze bildet eine kraeftige Pfahlwurzel (eine tief in den Boden reichende Hauptwurzel) aus, die es ihr ermoeglicht, Wasser aus tiefen Schichten zu ziehen.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
Alle Daten sind CC BY 4.0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →