Bild folgtKI-generierte IllustrationGypsophila paniculata
Auch bekannt als: Schleier-Gipskraut, Rispiges Gipskraut
6
Arten
interagieren
7
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Schleierkraut (Gypsophila paniculata) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Eine Wolke aus unzähligen, winzigen weißen Blüten schwebt über dem Boden und verleiht dem Garten eine fast unwirkliche Leichtigkeit. Ich schätze an ihr besonders, dass sie trotz ihrer zarten Optik extrem robust und trockenheitsresistent ist. In meinem Garten lockt sie gezielt spezialisierte Gäste wie die Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) oder die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) an. Mit ihrer Wuchshöhe von exakt 0,76 m passt sie wunderbar in die Mitte Deines sonnigen Beetes. Hol Dir diesen filigranen Insektenmagneten nach Hause!
Weiße Blütenwolke für Spezialisten: Magnet für Dolchwespen und Wildbienen.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Schleierkraut eine wertvolle Ressource für spezialisierte Insektenarten. Besonders die Haarige Dolchwespe (Scolia hirta) und der Sechsbindige Bienenwolf (Philanthus triangulum) profitieren von dem leicht zugänglichen Nektar der kleinen Blüten. Auch die Honigbiene (Apis mellifera) und die Gelbbindige Furchenbiene (Halictus scabiosae) besuchen die Pflanze regelmäßig. Durch das geringe Gewicht der Samen von nur 0,7028 mg ist eine Fernausbreitung durch den Wind möglich, was die Besiedlung neuer Lebensräume fördert. Im Winter bieten die vertrockneten Gerüste wertvolle Strukturen für überwinternde Kleintiere.
Das Schleierkraut ist als nicht kindersicher eingestuft, da es Saponine enthält, die bei Kontakt oder Verzehr zu Reizungen führen können. Achte besonders auf Kleinkinder und Haustiere im Garten. Im Falle einer Aufnahme kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.763 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Ellenberg Licht 9: Wähle unbedingt einen vollsonnigen Platz; Schatten mag diese Sonnenanbeterin gar nicht.
Ellenberg Feuchte 3: Der Boden sollte trocken sein, denn Staunässe ist der größte Feind der tiefgehenden Wurzeln.
Bodenbeschaffenheit: Ideal ist ein magerer, kalkhaltiger Boden (Ellenberg Reaktion 8). Dünger ist kaum nötig.
Pflanzzeit: Setze junge Exemplare im Frühjahr (April-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Wuchshöhe: Plane im Beet genau 0,76 m ein, damit die Pflanze ihren kugeligen Habitus entfalten kann.
Pflege: Ein Rückschnitt nach der Blüte im September fördert die Vitalität, ist aber für die Vermehrung durch Selbstaussaat nicht zwingend.
Winterschutz: Die Pflanze ist winterhart, sollte aber im Winter nicht zu nass stehen.
Gute Partnerin: Die Kartäuser-Nelke (Dianthus carthusianorum) – sie teilt die Vorliebe für kalkhaltige, trockene Standorte und blüht zeitgleich.
Das Schleierkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und zur Gattung Gypsophila. Es ist in unserer Region als Neophyt (nach 1492 eingeführte Art) etabliert und kommt natürlich auf Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie an sandigen Standorten vor. Charakteristisch ist der stark verzweigte, kugelartige Wuchs dieser krautigen Pflanze, die nicht verholzt. Die Pfahlwurzel dringt tief in kalkhaltige (basische) Böden ein, was sie perfekt an trockene Lebensräume anpasst. Die Diasporen (Ausbreitungseinheiten) sind mit 0,7028 mg extrem leicht und werden vom Wind verbreitet.
6 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →