Bild folgtKI-generierte IllustrationPhilanthus triangulum (Fabricius, 1775)
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Du erkennst den Bienenwolf (*Philanthus triangulum*) an seinem auffallend großen, breiten Kopf und der gelb-schwarzen Zeichnung des Hinterleibs, die oft kleine gelbe Dreiecke aufweist. Das Tier ist in deinem Garten von April bis Juli aktiv und lebt solitär (einzeln lebend), bildet also keine Staaten. Das Weibchen legt seine Eier in selbst gegrabene Gänge im sandigen Boden ab, wobei pro Brutkammer meist ein Ei platziert wird. Die Larve ernährt sich ausschließlich von Honigbienen, die das Muttertier im Flug erbeutet und durch einen Stich lähmt. Für die eigene Ernährung besuchen die erwachsenen Tiere im Frühling Pflanzen wie den Gewöhnlichen Stechginster (*Ulex europaeus*) oder die Graukresse (*Berteroa incana*). Im Frühsommer findest du sie oft an Gewöhnlichem Giersch (*Aegopodium podagraria*) oder Feld-Mannstreu (*Eryngium campestre*). Gegen Juli dienen die Acker-Kratzdistel (*Cirsium arvense*) und der Rainfarn (*Tanacetum vulgare*) als wichtige Nektarquellen. Die Überwinterung erfolgt als Präpuppe (Ruhestadium der Larve) tief im Erdboden in den Brutkammern. Du kannst den Bienenwolf fördern, indem du offene Bodenstellen mit Sand für den Nestbau erhältst.
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Der Bienenwolf ist völlig harmlos und ein gern gesehener, friedfertiger Gartenbesucher. Sein Stachel wird ausschließlich zur Jagd auf Beutetiere eingesetzt; gegenüber Menschen zeigt er keinerlei Aggression und sticht auch bei Annäherung an das Nest nicht zu.
Der Bienenwolf gehört zur Familie der Crabronidae (Grabwespen) innerhalb der Ordnung der Hautflügler. Er ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz weit verbreitet und besiedelt bevorzugt trockenwarme Standorte mit sandigem Untergrund. Ein wesentliches Merkmal für Laien ist der massige Kopf, der breiter als der Brustabschnitt ist, was ihn von gewöhnlichen Faltenwespen unterscheidet. Er führt eine räuberische Lebensweise zur Versorgung der Brut, ist jedoch als erwachsenes Tier ein reiner Blütenbesucher.
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•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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