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Herniaria incana
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Auch bekannt als: Herniaria incana
An ihrem graufilzigen, flach am Boden liegenden Wuchs lässt sich das Verfilzte Bruchkraut (Herniaria incana) sofort erkennen. Diese Pflanze ist ein wahrer Überlebenskünstler für die extremsten Sonnenplätze in Deinem Garten. Da sie mit magersten Böden zurechtkommt, schließt sie Lücken in Steingärten oder auf Trockenmauern, die für andere Arten oft zu karg sind. Mit ihrem dichten Wuchs bietet sie wertvollen Lebensraum in ökologischen Nischen, die sonst kahl bleiben würden. Wenn Du einen absolut pflegeleichten und robusten Bodendecker für heiße Standorte suchst, machst Du mit dieser heimischen Art alles richtig.
Graufilziger Überlebenskünstler: Deckt karge Sonnenplätze lückenlos ab.
Das Verfilzte Bruchkraut ist eine wichtige Komponente für die Biodiversität an extremen Standorten. Nach aktuellen Daten zur Ausbreitungsbiologie nutzt die Art ihre sehr leichten Samen (0,14 mg) für die Fernausbreitung durch den Wind, was die Wiederbesiedlung karger Flächen ermöglicht. Von Juli bis September bietet sie eine dichte Bodenstruktur, die das Mikroklima am Boden stabilisiert. Da sie auf Standorten wächst, die für viele andere Pflanzen zu trocken sind, sichert sie dort die Bodenhaftung und schützt vor Erosion. In Deinem Garten ist sie ein Baustein für ein funktionierendes Ökosystem auf magerem Untergrund.
Das Verfilzte Bruchkraut wird in der fachlichen Bewertung als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn es keine klassische Giftpflanze ist, sollte man im Garten mit kleinen Kindern achtsam sein und die Pflanze nicht zum Verzehr verwenden. An ihrem Platz in der Steinfuge oder im Magerrasen ist sie jedoch sicher und wertvoll aufgehoben.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
—
Blütezeit
Jul – Sep
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0,106 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Das Verfilzte Bruchkraut gehört zur Familie der Nelkengewächse (Caryophyllaceae) und ist in Deutschland sowie Österreich heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen) sowie sandige Pionierstandorte. Die Pflanze wächst rein krautig, ist nicht verholzt und erreicht eine sehr geringe Wuchshöhe von genau 0,11 m. Charakteristisch sind die breitblättrigen, aber winzigen Blätter, die durch ihre feine Behaarung perfekt an starke Sonneneinstrahlung angepasst sind.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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Stand: 24.12.2025. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.