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Herzogiella turfacea
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Das Herzogs-Kriecherl (Herzogiella turfacea) faellt im Garten vor allem durch seine zarten, gruenen Matten auf, die sich eng an den Untergrund schmiegen. Dieses Moos bevorzugt schattige und ausreichend feuchte Plaetze, an denen es ungestoert wachsen kann. Es besitzt keine echten Wurzeln, sondern nimmt Wasser und darin geloeste Naehrstoffe direkt ueber seine Blaettchen auf. Durch Photosynthese (Energiegewinnung aus Sonnenlicht) versorgt es sich selbst mit Lebensenergie. In deinem Garten dient dieser Organismus als wichtiger Wasserspeicher, da er Feuchtigkeit wie ein Schwamm aufsaugt und langsam wieder abgibt. Zudem bietet das dichte Geflecht einen wertvollen Lebensraum fuer kleinste Lebewesen wie Milben oder Springschwaenze. Wenn du dieses Moos entdeckst, solltest du es einfach gewaehren lassen und auf chemische Duengemittel in der Naehe verzichten. Ein naturbelassener Bereich mit Totholz oder feuchtem Boden foerdert das Vorkommen dieser spezialisierten Art. Damit leistest du einen wertvollen Beitrag zur Erhaltung der Artenvielfalt auf deinem Grundstueck.
Diese Moosart ist fuer Menschen und Haustiere vollkommen harmlos und ungiftig. Da sie in vielen Regionen selten geworden ist, gilt sie als schuetzenswertes Element der Gartenflora. Du kannst dich also unbesorgt an ihrem Anblick erfreuen und musst keine Sicherheitsvorkehrungen treffen.
Die Art Herzogiella turfacea ist ein Vertreter der Familie Plagiotheciaceae (Kriechklimmoose) innerhalb der Ordnung der Hypnales (Schlafmoosartige). Ihre Verbreitung erstreckt sich ueber weite Teile Mitteleuropas, wobei sie in Deutschland, Oesterreich und der Schweiz vorkommt. Als Bryophyt (Moospflanze) besiedelt sie bevorzugt saure, humusreiche Standorte oder moderndes Holz. Die Lebensweise ist unauffaellig, aber oekologisch bedeutsam fuer den Naehrstoffkreislauf im Boden.
•TraitCH — CC BY 4.0TraitCH 2.0 contributors; imported as source-preserving NaturKompass taxon evidence.
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•GBIF — Taxonomic data, 3,258 occurrences
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Stand: 30.01.2026. Korrekturen können über das Feedback-Formular gemeldet werden.