Bild folgtKI-generierte IllustrationHesperis matronalis
Auch bekannt als: Hesperis matronalis, Gemeine Nachtviole, Matronenblume
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Wer die Gewöhnliche Nachtviole einmal gesehen hat, vergisst sie nicht: Mit ihren vierzähligen Blüten in Violett oder Weiß und den breiten, dunkelgrünen Blättern ist sie eine markante Erscheinung. In deinem Garten übernimmt sie eine wichtige ökologische Rolle, da sie als unverzichtbare Raupenfutterpflanze für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und den Großen Kohlweißling (Pieris brassicae) dient. Da sie besonders in den Abendstunden intensiv duftet, bereichert sie den Naturgarten auch für unsere Sinne. Wenn du einen eher feuchten, nährstoffreichen Platz anbietest, wirst du viel Freude an dieser zweijährigen bis kurzlebigen Staude haben.
Duftende Kinderstube für den Aurorafalter und den Großen Kohlweißling.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist die Nachtviole eine Schlüsselpflanze für spezialisierte Schmetterlinge. Besonders wichtig ist sie als Raupennahrung für den Aurorafalter (Anthocharis cardamines) und den Großen Kohlweißling (Pieris brassicae). Während viele Gartenpflanzen nur Nektar liefern, bietet die Nachtviole die Lebensgrundlage für die nächste Generation dieser Falter. Ihre arbuskuläre Mykorrhiza (AM), eine Symbiose zwischen Wurzeln und Bodenpilzen, fördert zudem ein gesundes Bodenleben. Im Winter bieten die verblühten Stängel Struktur und die restlichen Samen können als Nahrung für Vögel dienen.
Die Gewöhnliche Nachtviole wird in Fachdatenbanken als nicht kindersicher eingestuft. Auch wenn sie keine hochgiftige Pflanze ist, sollten Gartenbesitzer mit kleinen Kindern darauf achten, dass Pflanzenteile nicht verzehrt werden. Ein verantwortungsbewusster Umgang im Familiengarten ist daher ratsam.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Mai – Jul
Bodenreaktion
Mäßig sauer bis neutral
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.58 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Licht: Wähle einen Standort im Halbschatten, da sie direkte Mittagssonne weniger gut verträgt.
Boden: Als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) benötigt sie einen fetten, stickstoffreichen Boden. Arbeite vor der Pflanzung reifen Kompost ein.
Feuchtigkeit: Die Zeigerwerte geben eine 7 (Feucht) an. Halte die Erde frisch bis mäßig feucht und vermeide völliges Austrocknen.
Kalk: Sie bevorzugt kalkhaltige oder basische Bodenverhältnisse.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Wuchs: Mit 0,58 m Höhe passt sie gut in die Mitte von Beeten.
Vermehrung: Da sie oft nach der Blüte erschöpft ist, lasse die Samenstände für die Selbstaussaat stehen.
Gute Partnerin: Die Knoblauchsrauke (Alliaria petiolata) – sie teilt die Vorliebe für halbschattige, nährstoffreiche Standorte und dient denselben Schmetterlingsraupen als Nahrung.
Die Gewöhnliche Nachtviole (Hesperis matronalis) gehört zur Familie der Kreuzblütengewächse (Brassicaceae) und der Ordnung der Senfartigen (Brassicales). Sie ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch und besiedelt natürlicherweise Waldränder und feuchte Uferstaudenfluren. Als krautige Pflanze erreicht sie eine exakte Wuchshöhe von 0,58 m. Bemerkenswert ist ihre Ausbreitungsstrategie: Die nur 2,3716 mg leichten Samen (Diasporen) werden effizient durch den Wind oder über weitere Distanzen verbreitet.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Checklist Alien Plants Belgium — Verloove F (2023), Botanic Garden Meise (CC BY 4.0)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →