Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium dollineri
Auch bekannt als: Hieracium dollineri
20
Arten
interagieren
34
Interaktionen
dokumentiert
Kaum zu übersehen: Dolliners Habichtskraut (Hieracium dollineri) besticht durch seine leuchtend gelben Korbblüten, die wie kleine Sonnen über der behaarten Blattrosette stehen. Diese botanische Kostbarkeit ist in unseren Breiten extrem selten geworden und wird auf der Roten Liste als vom Aussterben bedroht (Kategorie 1) geführt. Für deinen Naturgarten ist sie ein echter Gewinn, da sie spezialisierten Tagfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) als lebenswichtige Nahrungsquelle dient. Mit der Ansiedlung dieser indigenen (einheimischen) Art leistest du einen wertvollen Beitrag zum Erhalt der regionalen Biodiversität. Wenn du einen sonnigen Platz mit kalkhaltigem Boden hast, wirst du viel Freude an diesem seltenen Gast haben. Du hilfst damit direkt dabei, eine verschwindende Art in der Gartenkultur zu bewahren.
Rarität im Garten: Rette eines unserer seltensten Habichtskräuter.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist Dolliners Habichtskraut eine wertvolle Futterpflanze für verschiedene Schwebfliegen, darunter die Hainschwebfliege (Episyrphus balteatus) und die Gemeine Breitstirnschwebfliege (Eupeodes corollae). Auch die Späte Großstirnschwebfliege (Eupeodes latifasciatus) sowie die Zweiband-Wespenschwebfliege (Chrysotoxum bicinctum) profitieren von dem Pollenangebot. Für die Welt der Schmetterlinge ist die Art ebenfalls bedeutsam: Scheckenfalter wie der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) oder Melitaea ornata nutzen sie zur Nektaraufnahme. Da die Pflanze in der freien Natur vom Aussterben bedroht ist, bieten Gärten mit dieser Art wichtige Trittsteinbiotope. Im Winter bieten die verblühten Stängel Struktur für überwinternde Insektenlarven.
Bitte beachte, dass Dolliners Habichtskraut laut Datenbank-Eintrag nicht als kindersicher eingestuft wird. In Gärten, in denen kleine Kinder spielen, solltest du daher vorsichtig sein und die Pflanze gegebenenfalls außerhalb der direkten Reichweite platzieren. Bei Unsicherheiten nach einem Kontakt kontaktiere bitte den Giftnotruf unter 0228 19 240. Trage bei Pflegearbeiten am besten Gartenhandschuhe.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
—
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen vollsonnigen Platz (Lichtwert 9), da die Pflanze keinerlei Beschattung durch größere Nachbarn verträgt.
Boden: Der Untergrund sollte ein Schwachzehrer-Boden sein (Nährstoffwert 2), also sehr mager und keinesfalls gedüngt.
Kalkgehalt: Achte auf eine basische Bodenreaktion (Wert 8); bringe bei Bedarf kohlensauren Kalk aus, um den Boden vorzubereiten.
Feuchtigkeit: Die Erde sollte frisch bis mäßig feucht (Feuchtewert 4) sein; vermeide jedoch stehendes Wasser.
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen idealerweise im Frühjahr (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) bei frostfreiem Boden.
Mykorrhiza: Da die Art eine Symbiose mit arbuskulären Mykorrhizapilzen (AM-Pilze im Boden) eingeht, solltest du den Boden im Wurzelbereich nicht umgraben.
Vermehrung: Lasse die Samenstände im Herbst stehen, damit sich die Pflanze durch Selbstaussaat an passenden Stellen im Garten selbst erhalten kann.
Pflanzpartner: Der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) ist eine hervorragende Begleitpflanze, da er identische Ansprüche an Kalk und Sonne stellt.
Dolliners Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist eine in Deutschland und Österreich heimische Art. Ihr natürlicher Lebensraum umfasst vor allem kühle, oft alpine oder nördliche Lagen auf basenreichen (kalkhaltigen) Böden. Die Pflanze ist ein Archäophyt (eine Art, die vor 1492 eingeführt wurde oder bereits lange heimisch ist) und bevorzugt lichtreiche Standorte. Charakteristisch ist der Wuchs mit grundständiger Blattrosette und drüsiger Behaarung, was ihr hilft, an extrem sonnigen Plätzen zu überdauern.
20 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Middleton-Welling_2020
•Mendeley_UK_2022
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
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