Bild folgtKI-generierte IllustrationHieracium valdepilosum
Auch bekannt als: Hieracium valdepilosum
7
Arten
interagieren
9
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Starkbehaarte Habichtskraut (Hieracium valdepilosum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Seine markante, dichte Behaarung verleiht der Pflanze ein fast silbriges Aussehen und schützt sie vor intensiver Bergsonne. Für deinen Garten ist dieser Korbblütler ein echter Gewinn, da er spezialisierten Edelfaltern wie dem Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe) als wichtige Energiequelle dient. Da es ursprünglich aus kühleren, kalkhaltigen Regionen stammt, bringt es eine robuste Wildnis-Ästhetik in dein Beet. Mit dieser Wahl förderst du gezielt die heimische Artenvielfalt. Probier es einfach mal an einer sonnigen Stelle aus – du wirst staunen, wer da alles zu Besuch kommt.
Sonnengelbe Gebirgsschönheit: Ein Paradies für seltene Scheckenfalter im Juli.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist dieses Habichtskraut eine wertvolle Tankstelle für diverse Edelfalter. Besonders Scheckenfalter wie der Flockenblumen-Scheckenfalter (Melitaea phoebe), der Östliche Scheckenfalter (Melitaea ornata) und der Alpen-Scheckenfalter (Melitaea varia) suchen die gelben Blüten im Juli gezielt auf. Auch der Amerikanische Distelfalter (Vanessa virginiensis) profitiert vom Nektarangebot. Während der intensiven Blütezeit herrscht an den Körbchen reges Treiben. Im Winter dienen die verblühten Samenstände oft als Nahrungsquelle für einheimische Vögel, weshalb du sie als wertvolles Winterfutter erst im Frühjahr zurückschneiden solltest.
Da das Starkbehaarte Habichtskraut als nicht kindersicher eingestuft wird, ist im Umgang Vorsicht geboten. Die feinen Haare können bei empfindlichen Personen mechanische Hautreizungen verursachen. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund stecken. Im Zweifelsfall oder bei Verschlucken kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Jul
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Blatttyp
Breitblättrig
Blattphänologie
Immergrün
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Platz (Ellenberg Licht 8) mit mindestens 6 Stunden direkter Sonne täglich.
Der Boden sollte frisch (mäßig feucht) sein (Ellenberg Feuchte 5), Staunässe musst du jedoch unbedingt vermeiden.
Als Mittelzehrer bevorzugt die Pflanze normalen Gartenboden mit mäßigem Nährstoffgehalt ohne zusätzliche Düngung.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen (pH-Wert über 7) Untergrund, da die Art kalkliebend ist.
Setze die Jungpflanzen am besten im Frühling (März bis Mai) oder im Herbst (September bis November) in die Erde.
Die Pflanze geht eine AM-Mykorrhiza (Symbiose mit Bodenpilzen) ein, was ihre Nährstoffaufnahme und Widerstandskraft stärkt.
Ein Rückschnitt nach der Blüte im August verhindert die Selbstaussaat, falls du keine Ausbreitung wünschst.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind die Berg-Aster (Aster amellus) oder der Echte Wundklee (Anthyllis vulneraria) – beide teilen die Vorliebe für sonnige, kalkreiche Standorte.
Das Starkbehaarte Habichtskraut gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae) und ist in den Gebirgsregionen Deutschlands und Österreichs heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind alpine Lagen und lichte Standorte auf kalkhaltigem Untergrund, was es zu einem Spezialisten für kühlere, basenreiche Böden macht. Typisch sind die grundständigen Blattrosetten und der aufrechte Stängel mit leuchtend gelben Blütenköpfen. Die starke Behaarung ist ein morphologisches (gestaltliches) Merkmal zur Verdunstungsreduktion in sonnigen Höhenlagen. Als indigene (einheimische) Art ist sie perfekt an unser Klima angepasst.
7 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Middleton-Welling_2020
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →