Bild folgtKI-generierte IllustrationBombus sichelii Radoszkowski, 1860
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Du erkennst die Höhenhummel (Bombus sichelii) an ihrem kräftigen Körperbau und ihrem gezielten Flug zwischen alpinen Blüten, wobei sie erst im Hochsommer in Erscheinung tritt. Diese Art bringt jährlich nur eine Generation hervor, deren Lebenszyklus eng an die kurze Blütezeit im Gebirge angepasst ist. Die Eier werden im Nest abgelegt, das die Königin meist unterirdisch in Erdnischen errichtet. Im Sommer, besonders im Monat Juli, besucht sie intensiv den Berg-Klee (Trifolium montanum), den Rot-Klee (Trifolium pratense) und die Berg-Distel (Carduus defloratus). Auch die Sumpf-Kratzdistel (Cirsium palustre) und die Pracht-Nelke (Dianthus superbus) dienen als wichtige Futterquellen. Die Larven ernähren sich von gesammeltem Pollen und Nektar, den die Arbeiterinnen eintragen. Die Überwinterung erfolgt ausschließlich durch die begatteten Jungköniginnen in der Diapause (Ruhezustand mit verlangsamtem Stoffwechsel) tief im Erdreich. Du kannst diese seltene Art unterstützen, indem du in deinem Garten heimische Wildblumen wie das Zottige Habichtskraut (Hieracium valdepilosum) oder die Echte Goldrute (Solidago virgaurea) erhältst. Achte darauf, Bodenstellen unversiegelt zu lassen, damit die Königinnen sichere Winterquartiere finden können.
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Diese Hummelart ist völlig harmlos und ein friedfertiger Gartenbesucher, der nur bei extremer Bedrohung sticht. Sie steht unter allgemeinem Naturschutz; ein Einfangen oder Umsiedeln ist daher gesetzlich nicht gestattet und für ein friedliches Miteinander auch nicht notwendig.
Die Höhenhummel ist ein Vertreter der Echten Bienen (Apidae) innerhalb der Gattung der Hummeln (Bombus). In der Region Deutschland, Österreich und der Schweiz ist sie heimisch, wobei sie bevorzugt montane (das Gebirge betreffend) Lebensräume besiedelt. Sie führt eine soziale (in Gemeinschaften lebende) Lebensweise in kleinen Völkern. Von anderen Arten lässt sie sich vor allem durch ihre späte Flugzeit im Juli und ihre Spezialisierung auf bestimmte Gebirgspflanzen unterscheiden.
10 Pflanzen werden von dieser Art besucht
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
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