Bild folgtKI-generierte IllustrationHippuris vulgaris
Auch bekannt als: Tannenwedel, Gemeiner Tannenwedel
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
Unverwechselbar ist der Gewöhnliche Tannenwedel (Hippuris vulgaris) durch seine aufrechten, unverzweigten Stängel, an denen die schmalen Blätter in dichten Quirlen (kranzförmige Anordnung) stehen und wie kleine Tannenbäume aus dem Wasser ragen. Er ist ein wertvoller Bewohner für flache Uferzonen und steht in Deutschland, Österreich und der Schweiz bereits auf der Vorwarnliste der gefährdeten Arten. Durch seine dichten Bestände bietet er Vögeln wie dem Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) wichtige Versteckmöglichkeiten und Nahrung. Er ist zudem ein hervorragender Sauerstoffspender für deinen Gartenteich. Wenn du ein naturnahes Gewässer anlegen möchtest, ist dieser Überlebenskünstler eine ausgezeichnete Wahl für die Flachwasserzone.
Der Mini-Tannenwald für den Teich: Sauerstoffspender und Schutz für Wasservögel.
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Der ökologische Wert des Tannenwedels liegt vor allem in der Bereitstellung von Lebensraum und Nahrung für die heimische Avifauna (Vogelwelt). Nach aktuellen Beobachtungsdaten nutzen Wasservögel wie die Blässgans (Anser albifrons) und der Schwarzhalstaucher (Podiceps nigricollis) die Bestände zur Nahrungssuche. Im Winter, wenn die Samen reifen, dient die Pflanze Arten wie der Schneeammer (Plectrophenax nivalis) als Futterquelle. Da die Bestäubung über den Wind erfolgt, spielt Nektar hier keine Rolle, doch die dichten Unterwasserstrukturen sind als Kinderstube für Libellenlarven und kleine Fische unersetzlich. Zudem reinigt die Pflanze das Wasser, indem sie überschüssige Nährstoffe bindet.
Der Gewöhnliche Tannenwedel wird als nicht kindersicher eingestuft. Dies begründet sich weniger durch Giftstoffe in der Pflanze selbst, sondern durch das Gefahrenpotenzial des Standortes im Wasser oder tiefen Schlamm. Eine Verwechslung mit giftigen Arten wie dem Wasserschierling (Cicuta virosa) ist aufgrund der charakteristischen, tannenartigen Wuchsform unwahrscheinlich.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Feucht
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Mai – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.3 m
Wähle einen vollsonnigen Platz in der Flachwasserzone deines Teichs.
Die ideale Wassertiefe liegt zwischen 10 und 40 Zentimetern, er gedeiht aber auch im dauerfeuchten Schlamm am Ufer.
Der Boden sollte ein Mittelzehrer-Substrat sein, also normaler Gartenboden oder spezielle Teichwerde ohne übermäßigen Dünger.
Pflanze den Tannenwedel im Frühling von März bis Mai oder im Herbst von September bis November.
Die Vermehrung ist unkompliziert: Du kannst im Frühjahr einfach die Rhizome (unterirdisch kriechende Sprossachsen) teilen.
Da die Pflanze zur Ausbreitung neigt, kannst du sie in Pflanzkörbe setzen, um den Wuchs zu begrenzen.
Ein Rückschnitt ist nicht notwendig, die abgestorbenen Triebe sollten im Winter als Gasaustausch-Helfer über der Eisfläche stehen bleiben.
Gute Partnerin: Die Schwanenblume (Butomus umbellatus) – beide teilen den Standortanspruch der Flachwasserzone und ergänzen sich wunderbar in ihrer Wuchsform.
Der Gewöhnliche Tannenwedel gehört zur Familie der Wegerichgewächse (Plantaginaceae) und ist in der gesamten Region indigen (einheimisch). Er besiedelt bevorzugt stehende oder langsam fließende Gewässer auf kalkhaltigen, mäßig nährstoffreichen Böden. Morphologisch ist er besonders interessant durch seinen Dimorphismus (Zweigestaltigkeit): Während die Unterwasserblätter lang und schlaff sind, zeigen sich die Überwasserblätter kurz, steif und dunkelgrün. Die winzigen, unauffälligen Blüten sitzen direkt in den Blattachseln und werden durch den Wind bestäubt.
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•Global Spectrum — Díaz et al. (2016), DOI: 10.1038/nature16489 (CC BY)
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