Bild folgtKI-generierte IllustrationHordeum murinum subsp. murinum
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Schon von weitem fällt die Mäuse-Gerste durch ihre buschigen, weichen Ähren mit den langen Grannen (borstenartige Fortsätze) auf. Als erfahrener Gärtner schätze ich diesen robusten Überlebenskünstler, der selbst in Pflasterritzen und an trockenen Mauern gedeiht. Sie ist weit mehr als nur ein „Unkraut“: Für Falter wie das Braunauge (Lasiommata maera) ist sie eine wichtige Lebensgrundlage. Auch Nützlinge wie der Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) finden hier einen Rückzugsort. Wenn du eine pflegeleichte Pflanze suchst, die auch bei Hitze nicht schlappmacht, liegst du mit ihr genau richtig. Schau doch mal genauer hin, wie lebendig dein Wegrand mit ihr wird.
Robuster Überlebenskünstler: Fünf Monate Blütezeit für Falter und Marienkäfer.
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Diese Pflanze fördert Nützlinge, die Schädlinge natürlich regulieren — nachgewiesen durch Interaktionsdaten.
Datengrundlage: GloBI · GBIF-Traits · Biologische Relationen (CC BY 4.0)
Nach aktuellen Beobachtungsdaten ist die Mäuse-Gerste ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt im Siedlungsraum. Die Raupen von Schmetterlingen wie dem Braunauge (Lasiommata maera) nutzen die Gräser als Futterquelle. Auch die Glänzende Weißfleckeule (Lacanobia splendens) wird regelmäßig an dieser Pflanze beobachtet. Neben Faltern profitieren auch andere Insektengruppen: Der bekannte Siebenpunkt-Marienkäfer (Coccinella septempunctata) nutzt die Bestände zur Jagd und als Ruheplatz. Sogar spezialisierte Arten wie die Erzwerpe Leucospis dorsigera Fabricius, 1775 finden sich im Umfeld dieses Grases ein. Da die Samen leicht sind, werden sie über weite Strecken verbreitet und dienen im Winter als Nahrung für Vögel.
Die Mäuse-Gerste gilt als nicht kindersicher. Das liegt an den langen Grannen der Ähren, die bei Berührung leicht abbrechen und sich mit ihren kleinen Widerhaken in Kleidung, Haut oder dem Fell von Haustieren festsetzen können. Dies kann zu unangenehmen Hautreizungen oder bei Tieren sogar zu Entzündungen in Ohren und Pfoten führen.
Licht
Sonne
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Okt
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Gras
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.321 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen vollsonnigen Standort (Lichtwert 8), an dem die Pflanze viel Wärme bekommt.
Der Boden sollte trocken (Feuchtewert 3) und sehr nährstoffreich sein, da sie ein Starkzehrer ist.
Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Reaktionswert 7).
Pflanzzeit im Frühling ist von März bis Mai, im Herbst von September bis November.
Halte einen Pflanzabstand von etwa 20 cm ein, damit sich die Horste gut entwickeln.
Eine zusätzliche Düngung ist im normalen Gartenboden meist nicht nötig, da sie Stickstoff liebt.
Die Vermehrung erfolgt unkompliziert über die leichten Samen (2,44 mg), die der Wind verbreitet.
Rückschnitt ist nicht erforderlich; lass die Halme über den Winter für Insekten stehen.
Gute Partnerin: Die Weg-Malve (Malva neglecta) – sie teilt die Vorliebe für stickstoffreiche Sonnenplätze an Hausmauern.
Die Mäuse-Gerste gehört zur Familie der Süßgräser (Poaceae) und ist in Deutschland und der Schweiz heimisch. Als Archäophyt (eine Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) besiedelt sie bevorzugt Ruderalstandorte (vom Menschen geprägte Flächen wie Schuttplätze oder Wegränder). Sie wächst streng horstartig und erreicht eine Wuchshöhe von genau 0.33 m. Botanisch ist sie ein Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden), der kalkhaltige Standorte bevorzugt. Ihre Blätter sind breitblättrig und weich, während der Blütenstand kompakt und deutlich begrannt ist.
3 Videos zu Mäuse-Gerste



3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →