Bild folgtKI-generierte IllustrationHypericum hirsutum
Auch bekannt als: Behaartes Johanniskraut, Rauhaariges Hartheu, Rauhhaariges Hartheu
12
Arten
interagieren
16
Interaktionen
dokumentiert
Wer das Behaarte Hartheu (Hypericum hirsutum) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Der namensgebende, weich behaarte Stängel und die hellgelben Blüten mit den feinen schwarzen Drüsenpunkten am Rand sind unverwechselbar. In deinem Naturgarten ist diese einheimische Art ein wichtiger Baustein für die Artenvielfalt, da sie speziell angepassten Insekten wie dem Johanniskraut-Blattkäfer als Lebensgrundlage dient. Während das bekanntere Echte Johanniskraut oft sehr trockene Stellen besiedelt, füllt diese Art wunderbar die Lücken an etwas schattigeren oder frischeren Plätzen. Du machst also alles richtig, wenn du diesem Spezialisten ein Eckchen reservierst und so die regionale Flora stärkst.
Flauschiger Spezialist: 0,61 Meter geballte Naturkraft für Johanniskraut-Käfer.
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Nach aktuellen Beobachtungen ist das Behaarte Hartheu eine wertvolle Ressource für spezialisierte Käferarten. Insbesondere der Johanniskraut-Blattkäfer nutzt die Pflanze intensiv als Nahrungsquelle. Die im Juli und August erscheinenden Blüten bieten Pollen und Nektar für Schwebfliegen und Wildbienen, die in den Hochsommermonaten auf ein kontinuierliches Angebot angewiesen sind. Durch das extrem geringe Diasporengewicht (Samengewicht) von nur 0,0878 mg können sich die Samen über weite Strecken durch den Wind ausbreiten. So trägt die Pflanze zur Vernetzung von Lebensräumen bei. In deinem Garten förderst du damit ein stabiles Beziehungsgefüge zwischen heimischen Pflanzen und der lokalen Insektenwelt.
Das Behaarte Hartheu ist laut Datenbank nicht als kindersicher eingestuft. Wie viele Johanniskrautgewächse kann es bei Berührung und gleichzeitiger Sonneneinstrahlung zu Hautreizungen führen. Im Falle einer versehentlichen Aufnahme durch Kinder oder Haustiere kontaktiere bitte sicherheitshalber den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Mittelzehrer (Normaler Boden)
Blütezeit
Jul – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Nektarwert
2
Pollenwert
2
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.614 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen Standort im Halbschatten oder in der Sonne, um den Lichtansprüchen (Lichtwert 7) gerecht zu werden.
Achte auf einen frischen Boden (Mäßig feucht), der weder völlig austrocknet noch Staunässe bildet.
Der Boden sollte kalkhaltig oder basisch (Reaktion 7) sein; auf sehr sauren Böden empfiehlt sich eine Gabe von Kalk.
Die ideale Pflanzzeit liegt im Frühjahr (April bis Mai) oder im Herbst, solange der Boden offen ist.
Halte bei der Pflanzung einen Abstand von etwa 30 cm ein, damit die krautige Pflanze Platz zur Entfaltung hat.
Lasse die verblühten Stängel über den Winter stehen; die winzigen Samen dienen als Winterstruktur.
Eine Vermehrung erfolgt unkompliziert über die Selbstaussaat der leichten Samen.
Gute Partnerin: Die Wiesen-Margerite (Leucanthemum vulgare) – sie teilt die Vorliebe für frische, basenreiche Böden und ergänzt die gelbe Blüte optisch wunderbar.
Das Behaarte Hartheu gehört zur Familie der Johanniskrautgewächse (Hypericaceae) und ist in Deutschland, Österreich und der Schweiz indigen (einheimisch). Als typischer Bewohner von Waldrändern und Saumgesellschaften (Übergangsbereiche zwischen Wald und Offenland) bevorzugt es basenreiche (kalkhaltige) Böden. Mit einer Wuchshöhe von 0,61 m bleibt es kompakt und standfest. Von seinen Verwandten unterscheidet es sich durch den rundum dicht behaarten Stängel, während andere Arten oft kahle oder zweikantige Stängel aufweisen. Die Blätter sind breitblättrig und sitzen gegenständig am nicht verholzten Stängel.
2 Videos zu Behaartes Hartheu


8 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 weitere Arten besuchen die Blüten
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•EuPPollNet — Kuppler et al. (2025), DOI: 10.1111/geb.70000 (CC BY 4.0)
•Database of Pollinator Interactions (DoPI) — Pocock et al. (2022), DOI: 10.1002/ecy.3801 (CC BY)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →