Bild folgtKI-generierte IllustrationImpatiens noli-tangere
Auch bekannt als: Rühr-mich-nicht-an, Großes Rührmichnichtan, Echtes Springkraut, balsamine des bois, Altweiberzorn, Wald-Springkraut
9
Arten
interagieren
15
Interaktionen
dokumentiert
4
Wirtsbeziehungen
Arten
Wer das Große Springkraut (Impatiens noli-tangere) einmal gesehen hat, vergisst es nicht: Die leuchtend gelben, tütenförmigen Blüten hängen an feinen Stielen und die weichen Blätter wirken fast durchscheinend. Als unser einziges indigenes (einheimisches) Springkraut ist es ein unschätzbarer Wert für feuchte Gartenwinkel. Besonders der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum) profitieren von dem reichen Nektarangebot. Mit dieser Pflanze holst du dir ein Stück lebendige Waldatmosphäre direkt ans Haus. Wenn du einen schattigen, feuchten Platz hast, ist diese Art genau die richtige Wahl für dich.
Heimisches Original: Die gelbe Schattenkönigin mit dem eingebauten Katapult.
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Nach aktuellen Bestäubungsdaten ist das Große Springkraut eine wichtige Nahrungsquelle für verschiedene Hummelarten, darunter die Erdhummel (Bombus terrestris) und die Helle Erdhummel (Bombus lucorum). Auch die Honigbiene (Apis mellifera) nutzt die tiefen Blüten regelmäßig. Für Nachtfalter ist die Pflanze ebenfalls von Bedeutung; so besucht der Mittlere Weinschwärmer (Deilephila elpenor) die gelben Kelche in der Dämmerung. Als Raupenfutterpflanze dient sie unter anderem der Flohkraut-Eule (Melanchra persicariae). Die Samen werden durch den Schleudermechanismus effektiv im Nahbereich verteilt und bieten eine Nahrungsgrundlage für bodennah lebende Kleintiere.
Bitte beachte, dass das Große Springkraut als nicht kindersicher eingestuft wird. Größere Mengen der Pflanzenteile können bei Verzehr Unwohlsein auslösen, weshalb im Garten Vorsicht geboten ist. Bei Verdacht auf eine Vergiftung ist der Giftnotruf unter der Nummer 0228 19 240 erreichbar. Die Berührung der springenden Kapseln ist jedoch völlig harmlos und ein Naturerlebnis für Jung und Alt.
Licht
Schatten
Feuchtigkeit
Frisch (Mäßig feucht)
Boden
Starkzehrer (Nährstoffreicher/Fetter Boden)
Blütezeit
Jun – Sep
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.585 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Wähle einen schattigen Platz (Lichtwert 4), da die Pflanze keine pralle Sonne verträgt.
Sorge für einen feuchten Boden (Feuchtewert 7), ideal ist ein Standort in Teichnähe oder an kühlen Hauswänden.
Der Boden sollte nährstoffreich sein, da die Pflanze als Starkzehrer (Pflanze mit hohem Nährstoffbedarf) gilt.
Achte auf einen kalkhaltigen oder basischen Boden (Reaktionswert 7), um ein gesundes Wachstum zu gewährleisten.
Die ideale Pflanzzeit ist im Frühling von März bis Mai, sobald der Boden frostfrei ist.
Halte den Boden gleichmäßig feucht; Austrocknung führt schnell zum Welken der saftigen Stängel.
Da die Pflanze einjährig ist, solltest du die Samenstände im Herbst nicht entfernen, damit sie sich selbst aussäen kann.
Gute Partnerin: Die Sumpf-Dotterblume (Caltha palustris) – sie teilt die Vorliebe für feuchte Standorte und blüht bereits im Frühjahr, bevor das Springkraut im Juni übernimmt.
Das Große Springkraut gehört zur Familie der Balsaminengewächse (Balsaminaceae) und ist in den gemäßigten Breiten von Deutschland, Österreich und der Schweiz heimisch. Sein natürlicher Lebensraum sind Auwälder (periodisch überflutete Wälder an Flussläufen) und schattige Bachränder. Die krautige Pflanze erreicht eine Wuchshöhe von exakt 0.58 m und zeichnet sich durch einen besonderen Schleudermechanismus der Früchte aus. Botanisch interessant ist das schwere Diasporengewicht (Samengewicht), das eine Ausbreitung über kurze Distanzen durch Katapultkraft oder durch Tiere begünstigt.
5 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•Interaktionsdaten via GloBI (CC-BY 4.0)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →