Bild folgtKI-generierte IllustrationInula conyzae
Auch bekannt als: Dürrwurz
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Arten
interagieren
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Interaktionen
dokumentiert
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Wirtsbeziehungen
Arten
Kaum zu uebersehen: Der Dürrwurz-Alant (Inula conyzae) verrät sich durch seine rötlich überlaufenen Stängel und die eher unscheinbaren, körbchenförmigen Blüten ohne die typischen langen Zungenblüten (die äußeren Blütenblätter). Er ist ein echter Spezialist für trockene, kalkhaltige Plätze im Halbschatten, wo andere Pflanzen oft aufgeben. Für die Raupen des Gelbleib-Flechtenbärchens (Eilema complana) oder der Bilsenkraut-Blüteneule (Heliothis peltigera) ist er eine unverzichtbare Futterquelle. Wenn du eine naturnahe Ecke mit schwierigen Lichtverhältnissen hast, ist er genau die richtige Wahl. Setze ihn einfach dorthin, wo der Boden etwas magerer ist.
Spezialist für trockene Halbschatten: Heimat für seltene Nachtfalter-Raupen.
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Diese Pflanze ist ein wertvoller Baustein für die Artenvielfalt im Garten. Nach aktuellen Bestäubungsdaten profitieren vor allem spezialisierte Nachtfalter von ihr. Die Raupen der Bilsenkraut-Blüteneule (Heliothis peltigera) und der Fahlgrauen Moderholzeule (Xylena exsoleta) nutzen die Blätter als wichtige Nahrungsgrundlage. Auch das seltene Geröllsteppenheiden-Zwergeulgen findet hier ein Auskommen. Da die Samen mit nur 0,228 mg extrem leicht sind, werden sie weit vom Wind getragen und dienen im Winter als feines Kraftfutter für kleinere Vögel.
Beim Dürrwurz-Alant ist Vorsicht geboten, da er als nicht kindersicher eingestuft wird. Achte darauf, dass kleine Kinder keine Pflanzenteile in den Mund nehmen. Im Falle eines Verzehrs kontaktiere bitte umgehend den Giftnotruf unter 0228 19 240.
Licht
Halbschatten
Feuchtigkeit
Trocken
Boden
Schwachzehrer (Magerer Boden)
Blütezeit
Aug – Aug
Bodenreaktion
Basisch / Kalkhold
Bioregion
Continental
Wuchsform
Krautige Pflanze
Verholzung
Nicht verholzt
Blatttyp
Breitblättrig
Pflanzenhöhe
0.591 m
Morphologische Merkmale: TRY ID3 (CC BY 3.0) & TRY ID81 (CC BY)
Standort: Wähle einen Platz im Halbschatten (Ellenberg Licht 6), an dem die Pflanze vor praller Mittagssonne geschützt ist.
Boden: Der Boden sollte mager sein (Ellenberg Nährstoffe 3); verzichte unbedingt auf Dünger.
Feuchtigkeit: Er bevorzugt trockene bis mäßig feuchte Standorte (Ellenberg Feuchte 4), Staunässe verträgt er nicht.
Bodenbeschaffenheit: Ideal ist ein kalkhaltiger oder basischer Untergrund (Ellenberg Reaktion 7).
Pflanzzeit: Setze Jungpflanzen im Frühjahr (März-Mai) oder im Herbst (September-November), solange der Boden offen ist.
Pflege: Schneide die Stängel erst im Spätwinter zurück, damit Insekten darin überwintern können.
Vermehrung: Die Pflanze vermehrt sich über ihre sehr leichten Samen (0,228 mg) durch den Wind selbst.
Pflanzpartner: Gute Nachbarn sind der Echte Dost (Origanum vulgare) oder der Wirbeldost (Clinopodium vulgare), die ähnliche Ansprüche an Kalk und Licht stellen.
Der Dürrwurz-Alant gehört zur Familie der Korbblütler (Asteraceae). Er ist in Deutschland und der Schweiz heimisch und besiedelt bevorzugt Waldränder oder Xerothermrasen (trockene, warme Magerwiesen). Seine Blätter sind breitlanzettlich und unterseits oft filzig behaart, was ihn vor Verdunstung schützt. Mit einer Wuchshöhe von genau 0,59 m bleibt er kompakt und standfest. Als Archäophyt (Pflanze, die vor 1492 eingeführt wurde) gehört er seit Jahrhunderten fest zu unserer regionalen Flora.
2 Videos zu Dürrwurz-Alant


3 Arten interagieren mit dieser Pflanze
4 Arten nutzen diese Pflanze als Wirt
•DoPI - Database of Pollinator Interactions (UK)
•EuPPollNet (Zenodo 10.5281/zenodo.14747448)
•Cook et al. (2025) UK Butterfly & Moth Traits (DOI: 10.5285/dbc7cc17-cbbd-49dd-bab4-8e8855768d66)
•FloraWeb / BfN
•EIVE 1.0 — Dengler et al. (2023), DOI: 10.3897/VCS.98324 (CC BY 4.0)
•GBIF Backbone Taxonomy — GBIF Secretariat (2024), DOI: 10.15468/39omei (CC BY 4.0)
•TRY Categorical Traits (ID3) — Kattge et al. (2012), DOI: 10.17871/TRY.3 (CC BY 3.0)
•TRY Global Spectrum (ID81) — Díaz et al. (2016/2021), DOI: 10.17871/TRY.81 (CC BY)
•Govaerts R et al. (2025) — World Checklist of Vascular Plants (WCVP) v14. Royal Botanic Gardens, Kew. DOI: 10.34885/xs7h-ze42 (CC BY 4.0)
Alle Daten sind CC BY 4.0, CC0 oder kompatibel lizenziert. Namensnennung gemäß Lizenzbedingungen. Vollständige Quellenübersicht →